Tag-Archiv für 'studienkonten'

Senator Zöllner will Studiengebühren

Der Berliner Senator für Bildung, Wissenschaft und Forschung hat sich auf einer Veranstaltung der Industrie und Handelskammer für die Einführung von Studiengebühren in Berlin ausgesprochen. Die Linkspartei erklärte daraufhin das es „unter einer rot-roten Regierung keine Studiengebühren geben (..) Das betrifft auch die Einführung von Studienkonten“. Weitere Informationen zum Thema gibts auf der Homepage des Berliner Bündnis für Freie Bildung – gegen Studiengebühren und bei den Langzeitstudis gegen Studiengebühren

Dein letztes Hemd für den Widerstand…

Die Landesregierungen zahlreicher Bundesländer haben die Einführung von Studiengebühren bereits beschlossen. Das verschärft die soziale Ungleichheit an den Unis und macht das Studieren für viele unmöglich – die Studienbedingungen verbessern sich nicht. Nicht nur in Freiburg und Ulm sollen zukünftig die Einnahmen aus den neu eingeführten Studiengebühren unter anderem dazu genutzt werden, Posten wie die Heizkosten der Unis zu decken . Auf der Strecke bleiben dabei die Studierenden mit ihrer finanziellen Belastung, die Studiengebühren in Höhe von 500€ pro Semester für sie darstellen.

Aus diesem Grund ruft die Arbeitsgruppe Studiengebühren und Studienkonten zur Solidarität mit Studierenden in den von der Einführung Allgemeiner Studiengebühren betroffenen Bundesländern auf. Deshalb: Spende auch du dein letztes Hemd für deine KommilitonInnen in Freiburg!

Wir nehmen deine T-Shirts, Hemden etc. von Dienstag, 06.02. – Donnerstag, 08.02.2007 im Hörsaalfoyer Silberlaube entgegen und werden sie dann gesammelt als Kleiderspende an die Landesbotschaft des Landes Baden-Württemberg übergeben. Treffpunkt zur Übergabe: Am Dienstag, 13.02.2007 um 15:00 U-Dahlem Dorf

Vollversammlung & Protestkino am Mi, 31.01.2007

Das Ende ist nah … des gebührenfreien Studiums! Die Landesregierungen zahlreicher Bundesländer haben die Einführung von Studiengebühren bereits beschlossen. Das verschärft die soziale Ungleichheit an den Unis und macht das Studieren für viele unmöglich – die Studienbedingungen verbessert es nicht.

Kommt daher zur studentischen Vollversammlung. Diese wird am Mittwoch, den 31.01. um 16 Uhr in der Silberlaube, Raum KL 32/123 stattfinden.

Themen werden sein:

    Studiengebühren/Studienkonten in Berlin

    Zugang zum Masterstudium

    Exzellenzinitiative

    “Unfreies Studieren an der FU”: ABV, Anwesenheitszwang, Verkauf von Institutsgebäuden

Im Anschluss findet eine Protestkino-Veranstaltung statt. Gezeigt werden der Berliner Streikfilm (2003) und Kick it like Frankreich.

Streiktrailer

Erst zeigen sie einen Film mit den gelungensten Streikaktionen von der Besetzung des Büros Flierl bis zum Bad in der Spree. Jubel im Auditorium.

Der Tagesspiegel, 08.01.04

Uniübergreifender Trailer der Freien Universität, Technischen Universität und Humboldt Universität von den Studierendenprotesten 2003/04 in Berlin.
Berlin 2003, Format: miniDV, Länge: 4 min.

Aufruf der VV-Vorbereitungsgruppe

Das Ende ist nah…

des gebührenfreien Studiums!

Die Landesregierungen zahlreicher Bundesländer haben die Einführung von Studiengebühren bereits beschlossen. Das verschärft die soziale Ungleichheit an den Unis und macht das Studieren für viele unmöglich – die Studienbedingungen verbessert es nicht.

Auch in Berlin gibt es Überlegungen, von Studierenden künftig Gebühren zu verlangen. Neben dem „klassischen“ Modell von Studiengebühren ist dabei vor allem das Modell der Studienkonten im Gespräch: die StudentInnen sollen ihre Lehrveranstaltungen buchen und anschließend bei Überschreitung des zugestandenen Guthabens dafür zahlen. Das CampusManagement-System der FU beinhaltet bereits die dafür benötigten Funktionen.

Studienkonten und der Widerstand gegen sie werden ein Thema bei dieser VollVersammlung sein. Aber auch ein gebührenfreies Studium ist kein freies Studium! Ein sich immer weiter verschärfender NC grenzt schon jetzt weite Teile der Gesellschaft von der Möglichkeit eines Studiums aus. Zugangsbeschränkte Masterzugänge, Anwesenheitszwang in den Seminaren und die Zuweisung von nicht gewünschten Nebenfächern sind Faktoren, die das Studium selbst zu einer einzigen Pflichterfüllung degradieren und ein selbstbestimmtes Studieren nahezu unmöglich machen. Der Verkauf von Institutsgebäuden und die parallel laufende Exzellenzinitiative sind Teile eines Prozesses, in dem sich die FU zunehmend auf marktwirtschaftlich ertragreiche Zweige der Wissenschaft konzentriert, in denen nur die „Besten“ bestehen dürfen.

Dir gefällt das nicht? Du musst Dich nicht mit den ständigen sozialen Verschärfungen arrangieren. Du kannst vieles ändern, wenn Du dafür kämpfst! Bereits im Jahr 2003 verhinderten Proteste, Besetzungen und ein Uni-Streik in Berlin die Einführung von Studienkonten – und das, obwohl die Einnahmen aus den Gebühren damals schon im Haushalt veranschlagt waren.

Auf der VollVersammlung stellen wir Euch schon bestehende Arbeitskreise und Aktionen zu den verschiedenen Problemen vor und möchten zur Gründung von weiteren motivieren.

Deshalb ist Deine Teilnahme wichtig!!!

Willkommen in der Wirklichkeit, Herr Zöllner!

Jürgen Zöllner wird neuer Schul-, Wissenschafts- und Jugendsenator und damit für die Hochschulpolitik in Berlin zuständig. Die tageszeitung fragte nach: Was fordern die Betroffenen?

Größere Unis

Björn Kietzmann ist hochschulpolitischer Referent des AStA der Freien Universität:

Wir teilen die Euphorie über den neuen Wissenschaftssenator nicht. Wenn Herr Zöllner tatsächlich so viele Visionen hat, wie er sagt, muss man ihn in die Schranken weisen. Der Senator muss sich vor allem darum kümmern, neue Studienplätze zu schaffen.

Der Hochschulpolitik, die Herr Zöllner in Rheinland-Pfalz gemacht hat, stehen wir skeptisch gegenüber. Sein Studienkontenmodell lehnen wir ab, weil es eine Form der Langzeit-Studiengebühr darstellt. Studierende, die kurz vor dem Abschluss stehen oder viel arbeiten müssen, werden dadurch benachteiligt. Auch die Hochschulfinanzierung nach Leistungskriterien zu finanzieren, halten wir für falsch. Eine solche Ellbogenmentalität wollen wir nicht.

Ein Finanzausgleich unter den Hochschulen, wie ihn der neue Senator vorschlägt, könnte allerdings ein Mittel gegen die zunehmende Kleinstaaterei in der Universitätslandschaft sein.

Wir glauben nicht, dass Jürgen Zöllner gelingen wird, woran Thomas Flierl gescheitert ist. Studiengebühren, egal in welcher Form, sind in Berlin nicht durchsetzbar.

Noch keine Studiengebühren in Berlin!

Das Online-Magazin Telepolis berichtet am 25.06.2006 über die Proteste gegen Studiengebühren und neue Protestformen der Studierenden.

Da taucht in den Medien plötzlich eine neue Protestgeneration auf, die es nicht mehr allen Recht machen wollte. Sie setzte auf Blockaden und Besetzungen statt auf symbolische Spaßaktionen.

Dabei wird auch das neue Bündnis für freie Bildung – gegen Studiengebühren erwähnt. Wie schon mehrfach berichtet plant dieses Bündnis eine breite Kampagne gegen Studiengebühren in Berlin:

Der Hochschulreferent des AStA der FU Berlin, Björn Kietzman, machte gegenüber Telepolis deutlich, dass man nicht nur Frankreich als Beispiel für erfolgreiche Proteste anzuführen braucht: „Es ist ein Erfolg der Studierendenproteste der letzten Jahre, dass es in Berlin bisher keine Studiengebühren gibt.“ Vor allem im Jahre 2003 habe sich die PDS erst dann mehrheitlich gegen das von Berlins Kultursenator Flierl favorisierte Studienkontenmodell entschieden, nachdem protestierende Kommilitonen die Büros der Partei besetzten. Daraufhin hat auch nicht die SPD nicht mehr auf Studienkonten bestanden und das Thema war erst einmal vom Tisch, so Kietzmann. Er gehört zu einem der theoretischen Köpfen der neuen Zornigen, sieht aber zumindest in Berlin keine Differenzen im Hinblick auf die Aktionsformen: „Für uns sind Lucky Streik und französische Verhältnisse kein Widerspruch. Daher schließen wir niemand aus“, fasst Kietzmann den Diskussionstand im Berliner Bündnis zusammen.