Tag-Archiv für 'sexismus'

Offener Brief an das Studierendenparlament der HU Berlin

Das Studierendenparlament der Humboldt-Universität Berlin unterstützt die Studierendenzeitung „UnAufgefordert“ als Projekt der studentischen Selbstverwaltung (StuPa/AStA) der Humboldt-Universität. Der Offene Brief des AStA FU bezieht sich auf die aktuelle Ausgabe Nr. 166

An das Studierendenparlament der HU

Die aktuelle Ausgabe der von Euch herausgegebenen „Unaufgefordert“ will laut dem Editorial verstärkt Weiblichkeit zum Thema machen. Die Redaktion verspricht einen neuen Trend in der Medienlandschaft als erste zu realisieren, indem die Verantwortlichen der Redaktion ausschließlich Frauen sind. „Deutsche Zeitungen wollen weiblicher werden.“ Das versprechen sich die Redakteurinnen durch frauenspezifische Themen zu erreichen. „Und was interessiert Frauen? Mode und Klatsch aus der High Society. (…) Schlussverkauf – noch so ein Frauending. (…) Angst an der Uni (…) dürfen aber auch die Frauen lesen, ist schließlich was für die Seele“. Aufgrund dieser erdrückenden Flut von Frauenthemen, hoffen die SchreiberInnen, dass „die Männerwelt (…) jetzt keine Angst vor weiblicher Unterdrückung“ bekommt. Alles natürlich ganz ironisch und humorvoll zu verstehen. Aber witzig ist es überhaupt nicht, wie hier völlig dumm und antiemanzipatorisch Geschlechterstereotype und Klischees reproduziert werden.
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Stalken statt Flirten

Die Süddeutsche Zeitung berichtet über die Warnung des AStA FU vor der Online-Plattform StudiVZ:

Vor „gravierenden Datenschutzmängeln und sexistische Belästigungen“ auf der Online-Plattform warnt der AStA der Freien Universität Berlin. Frauenreferentin Lisa Müller wird konkreter: „Wir raten von einer Nutzung des StudiVZ ab. Studierenden die über Accounts verfügen, empfehlen wir, diese zu kündigen.“ Auch die Studentenvertretung der Humboldt-Universität hat eine Warnung vor dem Portal veröffentlicht.

Weiterhin gibt es einen Bericht in der ZDF Nachrichtensendung heute.de: Stalker im Studentennetz

Mittlerweile warnen einige Studentenvertretungen ihre Kommilitonen davor, StudiVZ zu nutzen. „Wegen der gravierenden Datenschutzmängel und sexistischer Vorfälle raten wir von einer Nutzung des StudiZV ab“, heißt es etwa in einer Erklärung des Allgemeinen Studierendenausschusses der Freien Universität Berlin. „Studierenden, die über Accounts verfügen, empfehlen wir, diese zu kündigen. Hierbei sollten sie unbedingt darauf bestehen, dass ihre Daten komplett gelöscht werden.“

Berliner Zeitung Online vom 05.12.2006: Schon wieder Fehler? Ja, leider!
Die beliebte Studentenseite StudiVZ hat Probleme

So warnen die Studentenvertretungen der Humboldt-Universität und der Freien Universität Berlin derzeit sogar vor StudiVZ. Es gebe gravierende Datenschutzmängel und sogar Fälle sexueller Belästigung durch eine größere Gruppe von Männern auf der Online-Plattform, heißt es.

Ergänzung 06.12.2006 die tageszeitung vom 06.12.2006:

Vor „Sexismus, entgleister Rhetorik und gravierenden Datenschutzmängeln“ bei StudiVZ warnen etwa die Studierendenvertretungen von Humboldt- und Freier Uni in Berlin. Sie empfehlen ihren KommilitonInnen nicht etwa zu fusionieren, sondern dem Netzwerk grundsätzlich fernzubleiben.

Diesen Rat gibt es auch aus der Blogger-Szene.

Ergänzung 07.12.2006 Frankfurter Rundschau 07.12.2006

Nachdem inzwischen auch die ASten der Berliner Humboldt-Universität und der Freien Universität zu Berlin vor „gravierenden Datenschutzmängeln und sexistischen Belästigungen“ warnen, bleibt abzuwarten, wie lange die deutschen Studierenden ihrer Lieblingsplattform noch die Treue halten werden.

Zur Pressemitteilung des AStA FU und zur Warnung des ReferentInnenrates.