Tag-Archiv für 'presseerklärung'

Zugang zum Master

In einer gemeinsamen Presseerklärung distanzieren sich die Allgemeinen Studierendenausschüsse der Freien Universität Berlin (AStA FU), der Technischen Universität Berlin (AStA TU) und des ReferentInnenrats der Humboldt-Universität Berlin (HU RefRat) von der Stellungsnahme des Sprechers der FHTW, Björn Stecher, die im Namen der Landesastenkonferenz bei der heutigen Anhörung im Berliner Abgeordnetenhaus abgegeben wurde.

Die Position Björn Stechers wurde mit der Landesastenkonferenz nicht abgesprochen und widerspricht der Auffassung der 3 ASten grundlegend.

Die Asten der TU und FU, sowie der RefRat der HU vertreten den Standpunkt, dass der Übergang vom Bachelor in den Master jeder Studierenden und jedem Studierenden offen stehen muss und es die Aufgabe der Politik ist, dies durch ausreichende Mittel und sicher zu stellen.

Im Gegensatz stehen die Aussagen des FHTW Sprechers:

Der Zugang zum Master müsse dringend an Qualitätskriterien gebunden werden, um den Studierenden einen erfolgreichen Berufsstart zu ermöglichen. Die Studierenden einfach zum Master „durchzuschleusen“, würde auch den Bachelor zu einem bloßen Durchgang zum Master degradieren, sagte Stecher

Die Redaktion des Tagesspiegels greift diese Aussage dankbar auf und freut sich über die vermeintliche studentische Zustimmung zur Position der Hochschulleitungen.

Hatte sich die Koalition von den Studierenden Unterstützung erhofft, wurde sie in der Anhörung enttäuscht. Für die Landesastenkonferenz stellte sich Björn Stecher, Student an der Fachhochschule für Wirtschaft (FHTW), hinter die Hochschulleitungen.

Dem Hinweis des FU AStA folgend, dass es sich hierbei NICHT um die Meinung der Landesastenkonferenz handelt, wurde später eingefügt – trotzdem wird im ersten Absatz weiterhin der Eindruck erweckt, es handele sich um die Position der Landesastenkonferenz.

David Hachfeld vom FU-Asta sagte nach der Sitzung, Stechers Äußerung entspreche nicht der Meinung der Landes-Asten.

Die ausführliche Position der 3 großen ASten kann auf der Homepage des AStA FU nachgelesen werden.

Proteste gegen Studiengebühren bald auch in Berlin?!

Die Presseerklärung des AStA FU vom 12. Mai 2006 wird vom Berliner Tagesspiegel in der Montags-Ausgabe aufgegriffen:

„Berliner Studentenvertreter kündigen einen „heißen Sommer“ mit Protestaktionen an. Nach den Wahlen zum Abgeordnetenhaus im Herbst sei auch in Berlin mit einer neuen Studiengebührendebatte zu rechnen, erklärte am Freitag der Asta der Freien Universität (FU). „Wir werden nicht warten, bis wir vor vollendete Tatsachen gestellt werden, sondern konsequent gegen alle Parteien vorgehen, die sich nicht gegen jegliche Form von Studiengebühren, Schulgeld und Kindergartengebühren aussprechen“, wird der hochschulpolitische Referent des FU-Asta zitiert.“

und weiter:

„Am ersten Juni werde es bei der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ein berlinweites Treffen geben – „zur Gründung eines Protest- und Aktionsbündnisses“.“

Wir hoffen, dass sich viele engagierte Studierende in das Protestbündnis einbringen, um die Erfolge der letzten Semester zu wiederholen, die der Tagesspiegel allerdings verschweigt.
Denn schließlich haben wir durch Streiks und Proteste im Jahr 2003 Studiengebühren nach dem Studienkontenmodell verhindert und werden das wieder schaffen!