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Neue Tipps in Sachen Zwangsberatung

Anfang März wurde von der AStA-FU Hochschulberatung der „Leitfaden gegen Zwangsberatung“ aktualisiert. Der Leitfaden ist auf der AStA-Homepage abrufbar und bietet eine umfassende Orientierungshilfe beim Thema Zwangs- und Prüfungsberatung für Langzeitstudierende. Von den Rechtsgrundlagen über den Ablauf des Verfahrens bis hin zu konkreten Tipps zum Auftreten in der Beratung bietet der Leitfaden eine umfassende Vorbereitungshilfe für die Zwangsberatungen nach dem berüchtigten Paragraph 13 der Satzung für Studienangelegenheiten.

Die neue Version enthält insbesondere den bisher fehlenden Hinweis, dass Auflagen in der ersten Hauptstudiums-Beratung schlicht illegal sind:

Zwei Semester nach Überschreiten der Regelstudienzeit eine weitere Prüfungsberatung, die erste Prüfungsberatung im Hauptstudium. Bei verspäteter Zwischenprüfung verlängert sich die Frist, d.h. eure Zeit fürs Hauptstudium verkürzt sich bei verzögerter Zwischenprüfung nicht. In dieser ersten Hauptstudiums-Prüfungsberatung dürfen jedoch keine Auflagen erteilt werden! Dieses Faktum ist sehr unbekannt, daher sei noch einmal deutlich auf die „Richtlinien“ und die Satzung für Studienangelegenheiten (SfS) verwiesen. Beide Dokumente erwähnen Auflagen nur im Zusammenhang mit den Beratungen zur Zwischenprüfung (§ 13 Abs. 4 Nr 1 der SfS) sowie zur „Abschlussberatung“ ( § 13 Abs. 6 der SfS). Auflagen gibt es also unter Bedingungen bei der Zwischenprüfungsberatung und bei der sogenannten Abschlussberatung, nicht jedoch bei der ersten Prüfungsberatung bei Überschreiten der Regelstudienzeit. Diese Prüfungsberatung wird durch § 13 Abs 4 Nr 2 der Satzung für Studienangelegenheiten geregelt, und der entsprechende Absatz sieht schlichtweg keine Auflagen vor. Da die meisten DozentInnen das nicht wissen, solltet ihr in der Beratung darauf hinweisen: es gibt für Auflagen in der ersten Prüfungsberatung im Hauptstudium keine Rechtsgrundlage!

Dieser Hinweis bestätigt die Beobachtung, das im Verfahren zur Zwangsberatung immer noch jede Menge Willkür herrscht. Das mag in Einzelfällen und bei Verfahrensfehlern zugunsten der Studierenden ablaufen, in den meisten Fällen haben wir dadurch jedoch einiges an Nachteilen. Nachteile, die von unnötigem Stress bis hin zum erzwungenen Studienabbruch reichen können! Wichtig ist es daher, seine Rechte zu kennen und sich in der Zwangsberatung nicht überrumpeln zu lassen.

Dazu empfehlen wir nachdrücklich die Lektüre des Leitfadens, in Zweifelsfällen steht die Hochschulberatung auch stets für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

Zum Abschluss für alle Last-Minute Weiterstudierwilligen: Wer bis jetzt seine Zwangsberatung für das Sommersemester noch nicht absolviert hat, kann dies noch bis zum 31.3. tun! Auch wenn in diversen Drohbriefen immer frühere Fristen genannt werden: die Beratung ist Teil der Rückmeldung, und die kann bis Semesterende durchgeführt werden. Selbst Anfang April können noch Beratungstermine vereinbart werden, sollten alle BeraterInnen über Ostern nicht erreichbar sein, die Prüfungs- und Studienbüros kennen die langsamen Abläufe an der Uni und sind in der Regel kulant.
Allerdings solltet ihr das zuständige Büro am Fachbereich und auch die Studierendenverwaltung informieren, falls ihr eure Beratungen auf den letzten Drücker abwickelt, denn sonst startet dort schon der Exmatrikulations-Automatismus.