Tag-Archiv für 'asta fu'

Pressespiegel zur „Eliteuni“ FU Berlin

FU WIRD ELITE Im Wortlaut
die tageszeitung 20.10.2007

Till Ermisch, Referent für Hochschulpolitik beim AStA der FU:

„Mit der Entscheidung wird das amtierende Präsidium gekrönt für seine schlechte Hochschulpolitik. Zusammenlegung von Bibliotheken, Schließung von Instituten, skandalöse Personalentscheidungen. Im Gegensatz zu anderen Unis wurde der Antrag für den Exzellenzwettbewerb unter Ausschluss der Studierenden erarbeitet. Wir befürchten durch die im Exzellenzwettbewerb geforderte Trennung zwischen Forschung und Lehre eine destruktive Rückwirkung auf die Lehre an der FU.“

Exzellenz-Wettbewerb „Hallo, ihr Elitestudenten“
Tagesspiegel 23.10.2007

Wie Hochschullehrer und Studierende an der Humboldt-Uni und der Freien Universität auf die Entscheidung reagieren.

50 Meter entfernt in der Asta-Villa befürchtet man eher, dass sich Türen schließen werden. „Als so genannte Eliteuni wird die FU immer mehr Studienbewerber ablehnen“, sagt Björn Kietzmann, Asta-Referent für Öffentlichkeitsarbeit. Er befürchtet, dass „sich die FU abschottet“ und weitere Hürden wie Auswahlgespräche für den Unizugang aufstellen werde. „Das Label Elite täuscht über die realen Probleme hinweg“, sagt er. „Wir brauchen keine Förderung für einige ausgewählte Projekte, sondern gute Bildung insgesamt.“ Konkrete Aktionen zum Elitetitel plant man beim Asta aber nicht.

STUDENTEN „Man fragt sich schon, was das soll“
Berliner Zeitung 23.10.2007

Die studentische Vertretung, der Asta, sitzt in einem Einfamilienhaus mit Erker und Vorgarten. Hier herrscht nicht nur Skepsis gegenüber der Auszeichnung, wie bei den Politikstudenten, hier herrscht Bestürzung. Es ist ohne Zweifel so, dass der Asta nicht alle politischen Strömungen des Landes in gleichem Maße abbildet. Auf dem Klo hängt nicht von ungefähr ein Bild des früheren FU-Studenten Rudi Dutschke. Die Idee, die Gesellschaft von weit links her zu verbessern, ist hier Grundkonsens. Aber der Asta ist die gewählte studentische Vertretung der FU. Und von seinem Mitspracherecht macht er regen Gebrauch. Bei einem Besuch der Elite-Auswahl-Kommission vor einem Jahr organisierte er die Besetzung des Otto-Suhr-Instituts. Auf Transparenten stand die klare Botschaft „Verpisst euch!“

Till Ermisch trägt ein grünes G8-Gegner-T-Shirt. Er ist Referent für Hochschulpolitik beim Asta und noch bevor er sich zwischen allerlei frisch gedruckten Flugblättern einen Sitzplatz sucht, erinnert er daran, dass ein Viertel des Preisgeldes, das die FU nun bekommt, vom Bundesland Berlin selbst aufgebracht werden muss. 25 Millionen Euro sind das. Geld, das angeblich nie da gewesen sei, um es in die Bildung zu investieren. Aber das jetzt auf einmal laut Wissenschaftssenator Zöllner ohne Weiteres beschafft werden könne. „Das hat etwas Destruktives“, sagt Ermisch. Wenn aus Zöllners Etat mehr Geld in die Forschung gehe, so seine Folgerung, werde weniger für die Lehre übrig bleiben.

Das Asta-Mitglied nennt Dieter Lenzen ein „trojanisches Pferd im deutschen Bildungssystem“. Er sei jemand, der die demokratische Kultur der Freien Universität an die freie Wirtschaft verrate und nun für seinen studierendenfeindlichen Kurs auch noch von der Exzellenzinitiative belohnt werde.

Lenzen hat am Freitag gesagt, er sei froh, dass die FU nun nicht mehr als Schmuddel-Uni dastehe. Aber jene ehemalige Schmuddel-Uni im Süden Berlins ist eben auch ein Symbol deutscher Nachkriegsgeschichte, des Wiederaufbaus und der Studentenbewegung. Sie ist die Uni von Rudi Dutschke und Benno Ohnesorg. Bestimmte Dinge stoßen hier auf Argwohn. Bis heute.

Kritische Stimmen zum Elitewettbewerb:

EXZELLENZINITIATIVE „Der Elite-Wettbewerb schwächt die Hochschulen“
Spiegel Online, 19.10.2007

Spitzenunis findet Richard Münch überhaupt nicht spitze – sondern überflüssig. Im Interview erklärt der Bamberger Soziologe, warum er das Geld aus der Exzellenzinitiative für ein „problematisches Geschenk“ hält und den Studenten eher Nachteile drohen.

Leitartikel: Die Elite-Euphorie
Berliner Zeitung, 20.10.2007

Die Exzellenzinitiative aber befördert das Gegenteil. Sie spaltet nicht nur die Hochschulen in Gewinner und Verlierer. Sie spaltet langfristig auch das gesamte System: in ein paar Spitzen-Unis für wenige Ausgewählte und in viele Lehr-Unis für die breite Masse.

Ob der Studierende von der neuen Elite-Euphorie profitiert, muss sich erst noch erweisen. Denn die Probleme im Lehralltag bleiben bestehen: Die Hörsäle und Seminare sind überfüllt. Viele Wohnheime und Mensen sind marode. Immer mehr Studierende sind wegen Studiengebühren und stagnierendem Bafög mit ihrem Lebensunterhalt beschäftigt statt mit ihren Lehrbüchern

GEW: „Wir brauchen keine Leuchttürme in der Wüste“
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, 19.10.2007

Die Exzellenzinitiative verschärft die Strukturprobleme des deutschen Hochschulsystems, statt diese zu lösen

Statt die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in Deutschland zu fördern, vertiefen Bund und Länder mit ihrem milliardenschweren Programm das Gefälle zwischen Ost und West, Nord und Süd. Wir brauchen aber keine ‚Leuchttürme in der Wüste’. Spitzenförderung setzt ein breites Fundament voraus.

Lehre und Studium fallen mal wieder unter den Tisch, die Fachhochschulen bleiben von vornherein außen vor

Hier bloggt (auch) der AStA

Kleine Informationssuche im Internet – alles über die FU Blogs
Web 2.0 oder Hochschulpolitik im Netz.

In den letzen Jahren hat sich eine aktive Szene von Bloggern und Bloggerinnen etabliert, die sich in Weblogs (kurz Blog) im weitesten Sinn mit (Hochschul-)Politik an der Freien Universität Berlin befasst.

Zunächst ist ein Weblog nichts anderes als ein am Computer geschriebenes digitales Journal – das einfach zu aktualisieren ist und im Internet veröffentlicht werden kann. Damit stellt es ein schnelles und günstiges Medium zur Informationsweitergabe dar. Dieser Artikel stellt einen Ausschnitt aus der studentischen Blogosphäre an der FU vor.

Hier bloggt der AStA!

Seit Ende Mai 2006 gibt es das AStA Blog, das sich in erster Linie an die hochschulpolitisch interessierte studentische Öffentlichkeit an der FU Berlin richtet. Ziel ist es, den Informationsfluss zwischen AStA und Studierenden auf einer Ebene unterhalb der „offiziellen“ AStA Presseerklärung zu etablieren. Zudem sollte ein Instrument geschaffen werden um die Berichterstattung über Aktivitäten auf Fachschaftsebene zu verbessern. Inzwischen hat sich das Blog als Informationsquelle etabliert, da immer mehr NutzerInnen durch eine thematische Internetsuche auf das AStA Blog gelangen. Das AStA Blog stellt somit eine wichtige tagesaktuelle Ergänzung zum bestehenden Internet-Angebot des AStA dar.
http://blog.astafu.de

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Feiert mit uns das wunderbare AStA FU Hoffest 2007!

Am Freitag, 13.07.2007 ab 16.00 Uhr im Innenhof der Rost- /Silberlaube
(Otto-von-Simson-Str., U-Bahnhof Dahlem Dorf/Thielplatz)

The Motors & Dennis Hewd (Punk & Roll)

The Motors & Dennis Hewd covern und spielen nach. ’77er UK-Punk, Kylie Minogue und Elvis. Bangles, Ramones und The Vibrators. Die Motors schöpfen aus einem grossen Pott von Klassikern und Hits und verwandeln damit jede Party in ein Tanzvergnügen.

Knattertones (SkaPunk)

Die Knattertones haben über die Jahre einen ganz speziellen Stil aus Ska-, Punk- und Reggae-Elementen entwickelt. Geprägt wird die Musik von einer energetischen Rythmusgruppe, einem mitreissenden Gesangsduo und einem dynamischen Bläsersatz. Für den unverwechselbaren Sound sorgt nicht zuletzt die Orgel aus den 70’ern.

Ratatöska (Reggae/Ska/Folk )

Die Band Ratatöska steht für einen urbanen tanzbaren Sound, mit allen Ecken und Kanten des Berliner Lebens. Geprägt von Einflüssen aus Ska, Folk, Reggae und Jazz bleibt ihr Sound so eingängig, dass er sowohl in der heimischen Anlage als auch auf der Tanzfläche bestens funktioniert.

Haferflocken Swingers (Smokin‘ Hot Jazz / Party Swing)

„Les Haferflocken Swingers“ sind eine chaotische Jazz Band aus Berlin mit wechselnder Besetzung und steigender Beliebtheit. Ihre Musik ist ein wildes Potpourri aus Gypsy Musik, Balkan Orchester, Tango, Swing der 20er Jahre, Big Band Jazz und Rock‘n'Roll. Ihre originellen Kompositionen werden durch absurde Sketche, asiatische Zaubertricks und bizarre Comedy vervollständigt.

Als Neuheit präsentieren wir dieses Jahr eine Lesung der großartigen Lesedüne!

Lesedüne

Wir sind Strandstreunende Sandwanderer / Mit nichts in der Hand als die Hand des Anderen / Niemand sieht unsere Spuren im Sand / Jeden Tag neues Land / Berlin ist Treibsand. Berlins erste Lesebühne auf Sand taucht ab. Mit romantischer Großstadtlyrik, schlaftrunkenen Revolutionsliedern und literarischen Sprengsätzen aus Sand. Komm in den unterirdischen Hafen zu Geschichten, Lyrik und Live-Musik.

Außerdem wird auch wieder ein Kicker am Start sein.

Für reichlich kostengünstiges Essen und Trinken ist gesorgt, es wird eine Vokü geben, leckeres Grillgut, Bier, Club Mate und einen Cocktailstand. Der Eintritt ist wie immer frei! Kommt zahlreich, wir freuen uns auf euch,


das AStA FU Kulturreferat

Stalken statt Flirten

Die Süddeutsche Zeitung berichtet über die Warnung des AStA FU vor der Online-Plattform StudiVZ:

Vor „gravierenden Datenschutzmängeln und sexistische Belästigungen“ auf der Online-Plattform warnt der AStA der Freien Universität Berlin. Frauenreferentin Lisa Müller wird konkreter: „Wir raten von einer Nutzung des StudiVZ ab. Studierenden die über Accounts verfügen, empfehlen wir, diese zu kündigen.“ Auch die Studentenvertretung der Humboldt-Universität hat eine Warnung vor dem Portal veröffentlicht.

Weiterhin gibt es einen Bericht in der ZDF Nachrichtensendung heute.de: Stalker im Studentennetz

Mittlerweile warnen einige Studentenvertretungen ihre Kommilitonen davor, StudiVZ zu nutzen. „Wegen der gravierenden Datenschutzmängel und sexistischer Vorfälle raten wir von einer Nutzung des StudiZV ab“, heißt es etwa in einer Erklärung des Allgemeinen Studierendenausschusses der Freien Universität Berlin. „Studierenden, die über Accounts verfügen, empfehlen wir, diese zu kündigen. Hierbei sollten sie unbedingt darauf bestehen, dass ihre Daten komplett gelöscht werden.“

Berliner Zeitung Online vom 05.12.2006: Schon wieder Fehler? Ja, leider!
Die beliebte Studentenseite StudiVZ hat Probleme

So warnen die Studentenvertretungen der Humboldt-Universität und der Freien Universität Berlin derzeit sogar vor StudiVZ. Es gebe gravierende Datenschutzmängel und sogar Fälle sexueller Belästigung durch eine größere Gruppe von Männern auf der Online-Plattform, heißt es.

Ergänzung 06.12.2006 die tageszeitung vom 06.12.2006:

Vor „Sexismus, entgleister Rhetorik und gravierenden Datenschutzmängeln“ bei StudiVZ warnen etwa die Studierendenvertretungen von Humboldt- und Freier Uni in Berlin. Sie empfehlen ihren KommilitonInnen nicht etwa zu fusionieren, sondern dem Netzwerk grundsätzlich fernzubleiben.

Diesen Rat gibt es auch aus der Blogger-Szene.

Ergänzung 07.12.2006 Frankfurter Rundschau 07.12.2006

Nachdem inzwischen auch die ASten der Berliner Humboldt-Universität und der Freien Universität zu Berlin vor „gravierenden Datenschutzmängeln und sexistischen Belästigungen“ warnen, bleibt abzuwarten, wie lange die deutschen Studierenden ihrer Lieblingsplattform noch die Treue halten werden.

Zur Pressemitteilung des AStA FU und zur Warnung des ReferentInnenrates.