Tag-Archiv für 'anwaltskosten'

Einklagen – Geld sparen beim Vergleich

Seit Ende November gibt es in vielen Fächern erste positive Nachrichten für alle, die sich im Wintersemester 08/09 auf einen Studienplatz einklagen: die FU bietet einigen Studierenden sogenannte Vergleiche an. Das bedeutet, die FU bietet den KlägerInnen einen Studienplatz, und diese sollen im Gegenzug ihre Klage zurückziehen und die Kosten des Verfahrens tragen.

Aus Freude über den Erfolg ihrer Klage ist nun die Versuchung groß, den Vergleich ohne weiteres anzunehmen und das Wunschstudium zu beginnen. Was viele jedoch nicht wissen: Ein Vergleich ist Verhandlungssache. Das bedeutet, es ist durchaus möglich, einen Vergleich mit besseren Bedingungen auszuhandeln.

Zum Beispiel bei den Kosten: die FU verlangt in der Regel, dass ihre eigenen Anwaltskosten von den KlägerInnen übernommen werden. Das sind in der Regel die Standardgebühr von 489 Euro für das Klageverfahren UND für das Eilverfahren, also insgesamt fast tausend Euro. Hinzu kommen die Gerichtskosten von etwa 300 Euro, die im Vergleichsvorschlag der FU nicht erwähnt werden, aber ebenfalls bezahlt werden müssen.
Leute, denen ein Vergleich angeboten wird, sollten sich daher unbedingt überlegen, ob sie nicht nachverhandeln und verlangen, dass die FU ihre eigenen Anwaltskosten selbst trägt – schließlich hat Sie diese Kosten verursacht.

Auch beim Nebenfach lohnt sich das Verhandeln: Da man sich beim Kombi-Bachelor in Berlin nur in den Kernfächern einklagen kann, beziehen sich sämtliche Klagen und damit sämtliche Vergleiche einzig und allein auf das Kernfach, nicht jedoch auf das Nebenfach bzw. Modulangebot. Da jedoch zur Einschreibung eine vollständige Fachkombination benötigt wird, ist es wichtig auch Zusagen für ein bzw. zwei Modulangebote zu haben. Auch hier ist es daher ratsam, vor dem Unterschreiben des Vergleiches nachzuhaken, denn in den Vergleichsangeboten die dem AStA bisher vorliegen, werden Nebenfächer/Modulangebote nicht einmal erwähnt!
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