AStA FU Berlin Blog http://astafu.blogsport.de asta blog freie universität berlin Tue, 29 May 2012 08:29:08 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Presseerklärung des AStA FU: Demokratie nach Gutsherrenart: FU-Präsidium schaltet Studierenden die Mikrofone ab http://astafu.blogsport.de/2012/05/29/presseerklaerung-des-asta-fu-demokratie-nach-gutsherrenart-fu-praesidium-schaltet-studierenden-die-mikrofone-ab/ http://astafu.blogsport.de/2012/05/29/presseerklaerung-des-asta-fu-demokratie-nach-gutsherrenart-fu-praesidium-schaltet-studierenden-die-mikrofone-ab/#comments Tue, 29 May 2012 08:27:55 +0000 oeffref Allgemein Pressearbeit Information http://astafu.blogsport.de/2012/05/29/presseerklaerung-des-asta-fu-demokratie-nach-gutsherrenart-fu-praesidium-schaltet-studierenden-die-mikrofone-ab/ Rund einhundert Studierende besuchten am 23. Mai 2012 die Sitzung des Akademischen Senats (AS) der „Freien“ Universität, um die intransparente Erarbeitung einer studierendenfeindlichen Rahmenprüfungsordnung zu kritisieren (siehe PM zur Rahmenprüfungsordnung). Die Mehrheit der insbesondere professoralen Gremienmitglieder war an einer Debatte zu keinem Zeitpunkt interessiert und lehnte die Reaktivierung des 2009/10 als Reaktion auf die damaligen Studierendenproteste geschaffenen Runden Tisches rigoros ab. Schließlich wurden die Mikrofone der Studierenden abgeschaltet, um die zahlreichen kritischen bis entsetzten Töne zu Inhalt und Verfahrensweise hinsichtlich der Rahmenprüfungsordnung zum Schweigen zu bringen.

Angesichts der zahlreich erschienenen Studierenden war der Tagesordnungspunkt zur Rahmenprüfungsordnung vom Ende der Tagesordnung an den Anfang gezogen worden. Die Aussprache zum Thema Rahmenprüfungsordnung wurde allerdings entgegen der Forderung der anwesenden Studierenden auf eine halbe Stunde begrenzt. Die präsidiumstragende AS-Fraktion ging den Argumenten der Studierenden aus dem Weg und setzte ihnen Unwahrheiten entgegen. So wurde behauptet, die von studentischer Seite kritisierten Punkte seien lediglich eine Umsetzung der Vorgaben des Berliner Hochschulgesetzes (BerlHG), obwohl im vorliegenden Entwurf nachweislich zahlreiche Umsetzungsspielräume zum Nachteil der Studierenden ausgenutzt wurden.

Das Berliner Hochschulgesetz spricht beispielsweise von „grundsätzlich mindestens zwei“ Wiederholungsversuchen bei nichtbestandenen Prüfungen. Erst die geplante Rahmenprüfungsordnung macht daraus maximal zwei Wiederholungsversuche. „Eine bewusste politische Entscheidung des Präsidiums, für die es die Verantwortung aber nicht übernehmen will. Stattdessen schiebt es rechtliche Zwänge vor“, kritisiert Philipp Bahrt, Sozialreferent des AStA FU.

Laut Vizepräsident Bongardt handelt sich bei dem Entwurf um einen unfertigen Text. Nach dessen Fertigstellung könnten Studierende beteiligt werden. Die Frage eines studentischen AS-Mitglieds, wie im kurzen Zeitraum zwischen Verschickung der Beschlussvorlage und der Sitzung des Akademischen Senats eine öffentliche Debatte über den beschlussfertigen Text stattfinden könne, blieb unbeantwortet. Lucas Feicht, Referent für Hochschulpolitik des AStA FU, wirft den Präsidium vor: „Im Entwurf steht, dass die neue Ordnung bereits am 1. Oktober 2012 in Kraft treten soll. Das zeigt deutlich, dass keine realistischen Beteiligungsmöglichkeiten eingeplant sind, zumal dies zeitlich kaum machbar wäre. Das Präsidium spielt auf Zeit und will den Protest offenbar mit leeren Versprechungen schwächen, um uns am Ende vor vollendete Tatsachen zu stellen.“

In einer demokratiefeindlichen Machtdemonstration schaltete das Präsidium die Mikrofone der gewählten studentischen Vertreter_innen und der Gäste ab, um kritische Wortbeiträge zu verhindern. Zuvor hatte FU-Präsident Alt geleugnet, dass mit dem Vorziehen des Tagesordnungspunktes auch allen Gästen das Rederecht gewährt worden sei, obwohl dies Teil des Geschäftsordnungsantrages war. Die Gäste zeigten sich angesichts dieser Farce empört: „Ich hätte nie gedacht, dass unsere Anliegen hier derart übergangen werden. Ich bin das erste Mal hier, und es ist schlimmer, als ich es mir vorgestellt habe“, so ein Studierender im Anschluss an die Sitzung.

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Blumige Aussichten für demokratische Hochschulpolitik. #AStA-Info Nr.15 erschienen# http://astafu.blogsport.de/2012/05/24/blumige-aussichten-fuer-demokratische-hochschulpolitik-asta-info-nr-15-erschienen/ http://astafu.blogsport.de/2012/05/24/blumige-aussichten-fuer-demokratische-hochschulpolitik-asta-info-nr-15-erschienen/#comments Thu, 24 May 2012 13:30:34 +0000 oeffref Allgemein Pressearbeit Information Neuerscheinung http://astafu.blogsport.de/2012/05/24/blumige-aussichten-fuer-demokratische-hochschulpolitik-asta-info-nr-15-erschienen/

Das neue AStA-Info ist da. In der neuen Ausgabe erfahrt ihr alles zu den Themen: Rahmenprüfungsordnung, Systemakkreditierung und das Demokratiedefizit an der demokratischsten aller Hochschulen. Das AStA-Info erhaltet ihr wie immer kostenlos in allen gutsortierten Studi-Cafés, im AStA-Regal vor der Mensa II, im AStA selbst oder online.

Die Online-Ausgabe des AStA-Info findet ihr hier.

Wir wünschen viel Spaß bei der Lektüre.

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Presseerklärung des AStA FU: FU-Präsidium übergeht akademische Gremien bei der Systemakkreditierung – Studierende fordern Konsequenzen! http://astafu.blogsport.de/2012/05/22/presseerklaerung-des-asta-fu-fu-praesidium-uebergeht-akademische-gremien-bei-der-systemakkreditierung-studierende-fordern-konsequenzen/ http://astafu.blogsport.de/2012/05/22/presseerklaerung-des-asta-fu-fu-praesidium-uebergeht-akademische-gremien-bei-der-systemakkreditierung-studierende-fordern-konsequenzen/#comments Tue, 22 May 2012 00:37:05 +0000 oeffref Allgemein Pressearbeit Information http://astafu.blogsport.de/2012/05/22/presseerklaerung-des-asta-fu-fu-praesidium-uebergeht-akademische-gremien-bei-der-systemakkreditierung-studierende-fordern-konsequenzen/ Ein vorläufiger Gipfel antidemokratischer Vorgänge an der FU wurde auf der letzten Sitzung des Akademischen Senats am 18.04.2012 erreicht. Dort stellte sich heraus, dass das Präsidium die akademischen Gremien bei der Einreichung eines Papiers zum Qualitätsverständnis der FU im Rahmen der Systemakkreditierung bewusst übergangen hat.

Im Rahmen des Hauptantrags zur Systemakkreditierung, welcher vom Präsidium ohne Information der akademischen Gremien oder der Studierendenschaft der FU im März eingereicht worden ist, geht es u.a. um die Formulierung des Qualitätsverständnisses der FU als zentrale Grundlage eines Qualitätssicherungsverfahrens.

Ein Entwurf der Universitätsleitung für das Qualitätsverständnis wurde im Vorfeld teilweise auch in akademischen Gremien, d.h. lediglich in einigen Fachbereichsräten sowie im Akademischen Senat, besprochen. Es ist jedoch zu keinem Zeitpunkt ein Beschluss darüber im Akademischen Senat gefasst worden. Die vom Präsidium ohne Einbindung der akademischen Gremien an die Akkreditierungsagentur AQAS kommunizierte Finalversion des Qualitätsverständnisses enthält darüber hinaus völlig neue Punkte, wie z.B. die Verkürzung von Studienzeiten, welche zu keiner Zeit in den akademischen Gremien thematisiert worden sind.

„Dies ist ein unglaublicher Vorgang und es wird sich genau hier zeigen, ob das Akkreditierungssystem strukturell versagt und eine derart undemokratische Verfahrensweise ungeahndet bleibt. Schließlich gehört laut Antrag auch ‚Studentische Teilhabe und Teilnahme an den universitären Prozessen der Selbststeuerung und Selbstverwaltung‘ zum Qualitätsverständnis der FU“, so Ronny Matthes, studentisches Mitglied im Akademischen Senat. „Sollte dieser Prozess weder durch den Senat, noch durch die Akkreditierungsagentur aufgegriffen und geklärt werden, würden alle bereits im Vorfeld geäußerten Vorbehalte der Studierendenschaft gegenüber der Systemakkreditierung bestätigt. In diesem Fall wäre das Verfahren nicht weiter tragbar, um eine ernstgemeinte Qualitätssicherung zu betreiben“, sagt Philipp Bahrt, Sozialreferent des AStA FU.

Das Studierendenparlament der FU wandte sich auf seiner Sitzung am 24.04.2012 bereits einstimmig mit einer scharfen Resolution gegen diesen undemokratischen Prozess:

Das 31. Studierendenparlament der FU Berlin stellt fest, dass im Zusammenhang mit der Systemakkreditierung vom Präsidium der FU eine andere Version des sog. Qualitätsverständnisses an die Akkreditierungsagentur AQAS kommuniziert worden ist, als die in den akademischen Gremien unter Beteiligung deren Mitglieder diskutierte und entwickelte Fassung. In der nicht durch die akademischen Gremien autorisierten Fassung taucht dabei u.a. die Verkürzung von Studienzeiten als Qualitätsziel der FU auf. Die Tatsache, dass in dem Papier auch von Teilhabe und Mitbestimmung der verschiedenen Statusgruppen die Rede ist, empfinden wir nicht zuletzt angesichts des geschilderten Sachverhalts als blanken Hohn.
Das 31. Studierendenparlament kritisiert den geschilderten Vorgang scharf und fordert das Präsidium, die Akkreditierungsagentur AQAS sowie die zuständige Senatsverwaltung dazu auf, Konsequenzen aus diesem undemokratischen Prozess zu ziehen. Wir verlangen insbesondere von der zuständigen Senatsverwaltung eine eingehende Prüfung des Sachverhalts, welche mindestens in einer demokratischen Verabschiedung des endgültig zu formulierenden Qualitätsverständnisses durch die zuständigen akademischen Gremien der FU münden sollte.
Die Art und Weise der Erarbeitung sowie der Kommunikation des Qualitätsverständnisses seitens des Präsidiums bestätigt in fataler Weise die Sorgen und Vorbehalte der Studierendenschaft der FU gegenüber dem Akkreditierungsverfahren. Es zeigt sich, dass dieses strukturell dazu beiträgt, Kritik an der Ausrichtung der Universität zu unterbinden bzw. zu übergehen, zumal vordergründig die Zertifizierung und erst nachrangig die Qualitätssicherung im Blick steht. Dies hat ganz offensichtlich alarmierende Konsequenzen für die Demokratie an der Hochschule und somit auch für die Freiheit von Lehre und Forschung.

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Pressemitteilung des AStA FU: Es brodelt an der FU: Weitreichende Reform der Prüfungsangelegenheiten im Hinterzimmer und ohne Einbeziehung akademischer Gremien geplant http://astafu.blogsport.de/2012/05/21/pressemitteilung-des-asta-fu-es-brodelt-an-der-fu-weitreichende-reform-der-pruefungsangelegenheiten-im-hinterzimmer-und-ohne-einbeziehung-akademischer-gremien-geplant/ http://astafu.blogsport.de/2012/05/21/pressemitteilung-des-asta-fu-es-brodelt-an-der-fu-weitreichende-reform-der-pruefungsangelegenheiten-im-hinterzimmer-und-ohne-einbeziehung-akademischer-gremien-geplant/#comments Mon, 21 May 2012 11:11:35 +0000 oeffref Allgemein Pressearbeit Information http://astafu.blogsport.de/2012/05/21/pressemitteilung-des-asta-fu-es-brodelt-an-der-fu-weitreichende-reform-der-pruefungsangelegenheiten-im-hinterzimmer-und-ohne-einbeziehung-akademischer-gremien-geplant/ Derzeit plant das Präsidium der FU eine weitreichende Neuregelung der allgemeinen Prüfungsangelegenheiten. Dazu erarbeitete die Hochschulleitung im Alleingang eine Rahmenprüfungsordnung, die universitätsweit gelten soll. Alle modularisierten Studiengänge der FU wären gleichermaßen betroffen.

Im Zuge dieses Prozesses werden nicht nur die Studierenden, sondern auch die akademischen Gremien der FU systematisch durch das Präsidium übergangen. Ein öffentlich gewordener Entwurf der geplanten Rahmenprüfungsordnung enthält zahlreiche restriktive, unsoziale und studierendenfeindliche Regelungen, welche offenbar am 20.06.2012 ohne weitergehende Diskussion vom Akademischen Senat der FU beschlossen werden sollen.

So sind in dem Entwurf u.a. FU-weit noch maximal zwei Wiederholungsversuche pro Modul vorgesehen. Die geplante Übergangsregelung für bereits immatrikulierte Studierende sieht vor, dass es einen letzten Prüfungsversuch für all diejenigen Studierenden geben soll, die bislang zwei Mal oder öfter eine Modulprüfung nicht bestanden haben. Verpflichtende Prüfungsberatungen als Mittel zur Auflagenerteilung sind laut Entwurf nunnehr quasi studienbegleitend konzipiert. Einige weitere Punkte gehen zudem weit über die Bestimmungen des Berliner Hochschulgesetz, welches letztes Frühjahr reformiert wurde, hinaus.

„Bei der Rahmenprüfungsordnung geht es um die Beseitigung vieler Regelungen – nämlich um nahezu alles, was in den Bildungsprotesten der letzten Jahre mühsam erstritten worden ist“ sagt Anne Schindler, hochschulpolitische Referentin des AStA FU. Anders als bei den Protesten der letzten Jahre brodelt es an der gesamten FU. „Die breite Masse der Studierenden hat eine klare Meinung zur geplanten Rahmenprüfungsordnung und ist entsetzt über die Art und Weise, wie demokratische Grundprinzipien und ihre Studienvorstellungen an der FU mit Füßen getreten werden. Es ist ein Skandal, dass der Berliner Senat derart undemokratische Verfahrensweisen einfach toleriert“, sagt Philipp Bahrt, Sozialreferent des AStA FU.

Am 06.06.2012 soll eine studentische Vollversammlung alle FU-Studierenden bezüglich der neuen Rahmenprüfungsordnung aufklären. Dabei wird es allerdings um mehr gehen, als nur um die geplante Reform. „Es ist ein Punkt erreicht, an dem das Demokratiedefizit an der FU einen solchen Grad erreicht hat, dass wir Studierende dies nicht länger einfach hinnehmen dürfen“, so Ronny Matthes, studentisches Mitglied des Akademischen Senats der FU.

Auch das Studierendenparlament hat auf seiner Sitzung am 24.04.2012 einstimmig eine scharfe Resolution gegen den vorliegenden Entwurf sowie die undemokratische Verfahrensweise des Präsidiums der FU verabschiedet:

Das 31. Studierendenparlament der FU Berlin fordert eine grundlegende Überarbeitung der seitens des Präsidiums für die FU geplanten Rahmenprüfungsordnung und weist den aktuellen Entwurf als extrem restriktiv und völlig inakzeptabel zurück.

Wir wenden uns insbesondere entschieden gegen die in dem Entwurf enthaltene Verschärfung von Zwangsexmatrikulationsmechanismen, die Regelungen zur potentiellen Ausweitung der Anwesenheitspflicht sowie gegen die massive Einschränkung der Prüfungswiederholbarkeit. Es existieren keinerlei Statistiken oder andere nachvollziehbare Gründe, welche die Notwendigkeit sowie die Verhältnismäßigkeit derart restriktiver Mechanismen belegen könnten. Auch die geplante Übergangsregelung für bisher immatrikulierte Studierende ist angesichts der Existenz einer erheblichen Anzahl Studierender, welche mit Inkrafttreten der Ordnung in mindestens einem Fall zwingend einen Drittversuch bestehen müssten, untragbar und muss dringend überarbeitet werden. Die Modulanmeldung darf darüber hinaus in keinem Fall mit der Prüfungsanmeldung verknüpft werden, um nicht noch zusätzlichen Druck zu generieren.

Eine Einbeziehung oder Information Studierender hinsichtlich des Erarbeitungsprozesses für die Rahmenprüfungsordnung war zu keinem Zeitpunkt gegeben und ist seitens des Präsidiums nach wie vor nicht geplant. Aus diesem Grund sind der gesamte Prozess sowie sein vorläufiges Ergebnis als undemokratisch zurückzuweisen.

Die geplante Rahmenprüfungsordnung stellt insgesamt einen breiten Angriff auf die Vielfalt und die Freiheit der Lehre dar und ist inhaltlich in weiten Teilen darauf ausgerichtet, Studierende erheblich unter Druck zu setzen. Dabei wirkt sich der steigende Leistungsdruck insbesondere auf sozial benachteiligte Studierende aus, die durch ihre persönliche Situation auf eine freie und flexible Studienstruktur und Zeiteinteilung angewiesen sind. Die Exzellenzinitiative sowie die Novellierung des BerlHG führen somit gleichermaßen zu einer unsozialen, rückwärtsgewandten und anti-emanzipatorischen Dynamik in der Hochschulbildung, welche es seitens aller beteiligten Akteure aufzuhalten gilt.

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Out of Dahlem Nr.13 *internationalistische Ausgabe* erschienen http://astafu.blogsport.de/2012/04/16/out-of-dahlem-nr-13-internationalistische-ausgabe-erschienen/ http://astafu.blogsport.de/2012/04/16/out-of-dahlem-nr-13-internationalistische-ausgabe-erschienen/#comments Mon, 16 Apr 2012 13:49:14 +0000 oeffref Allgemein Neuerscheinung http://astafu.blogsport.de/2012/04/16/out-of-dahlem-nr-13-internationalistische-ausgabe-erschienen/ Neues Semester, Neue Out of Dahlem (*english version below*)

Seit der letzen Ausgabe ist wieder Einiges passiert. Uns erreichten jede Menge Nachrichten von protestierenden Studierenden überall auf der Welt und so verlassen mit dieser Ausgabe einmal den Mikrokosmos FU Berlin, um uns mit diesen internationalen Studierendenbewegungen auseinander zu setzen. Damit wollen wir zumindest einen kleinen solidarischen informationspolitischen Beitrag unsererseits leisten.

Um die Lesbarkeit für nicht deutsch sprechende Menschen zu verbessern, haben wir dieses Mal versucht, einige Artikel auch in anderen Sprachen abzudrucken. Dies ist nur ein erster Versuch und noch nicht perfekt.

Die neue Ausgabe findet ihr wie immer in allen gut sortierten Studi-Cafés, im AStA-Regal vor der Mensa II und online unter: https://www.astafu.de/ood

Click here for english version:

A new term, a new Out of Dahlem

Many things happened since the last number. News of protesting students from all over the world reached us over and over again. For this edition we want to leave Free University‘s microcosm in order
to deal with these international students movements. This way we‘d like to tribute our own small solidary share of informing.

To guarantee access for non-german speakers we printed some articles in different languages. This is just a first try which isn‘t perfect yet.

You find the new Out of Dahlem in nearly all student cafés, in front of Mensa II or online: www.astafu.de/ood

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Bloß im Internet. Alternativen? Datenschutztagung vom 22.-23.März 2012 http://astafu.blogsport.de/2012/03/07/bloss-im-internet-alternativen-datenschutztagung-vom-22-23-maerz-2012/ http://astafu.blogsport.de/2012/03/07/bloss-im-internet-alternativen-datenschutztagung-vom-22-23-maerz-2012/#comments Wed, 07 Mar 2012 19:39:38 +0000 oeffref Allgemein Veranstaltungendatenschutz http://astafu.blogsport.de/2012/03/07/bloss-im-internet-alternativen-datenschutztagung-vom-22-23-maerz-2012/ Bloß im Internet. Alternativen? Datenschutztagung an der Freien Universität Berlin vom 22.-23.März 2012

Der Titel „Bloß im Internet – Alternativen?“ spiegelt die zwei gedanklichen Richtungen dieser Veranstaltung: Der normale Nutzer steht einerseits im Internet ziemlich „bloß“ da (ohne viel Datenschutz und Privacy). Diese „Blöße“ wird umso größer, je mehr die Nutzer- Aktivitäten auf einige wenige Anbieter beschränkt bleiben. Die persönlichen Daten klumpen dann an wenigen Stellen im Netz und sind relativ einfach zu kompletten Persönlichkeitsprofilen zusammenfügbar. Google hat – nach vorherigen jahrelangen Dementis – kürzlich angekündigt, diese Zusammenführung der persönlichen Daten auch tatsächlich durchzuführen. Glücklich können nun diejenigen sein, die gegenüber Google skeptisch waren.

Daher wird es umso wichtiger über Alternativen nachzudenken. Am ersten Tag werden daher nicht nur die Möglichkeiten des Sammelns und Auswertens von Internetaktivitäten dargestellt und diskutiert. Internet-Dienste, die Alternativen zu den marktdominanten Angeboten bieten, bilden einen Schwerpunkt.

Der zweite Tag richtet sich primär an Datenschutzbeauftragte an Hochschulen und anderen wissenschaftlichen Einrichtungen. Hier geht es um deren Möglichkeiten, die Mitglieder ihrer Einrichtungen vor ungewollter Blöße zu bewahren

Das Programm ist hier zu finden: http://www.datenschutz.fu-berlin.de/dahlem/ressourcen/Datenschutzfachtagung_2012/Programm_Tagung_2012.pdf

Die Teilnahme ist kostenlos.

Um Anmeldung für den zweiten Tagungstag wird gebeten. Unter: ds-tagung@rewiss.fu-berlin.de

Tagungsort: Henry-Ford-Bau (Hörsaal B) der Freien Universität Berlin, Garystraße 35, 14195 Berlin-Dahlem http://www.fu-berlin.de/sites/hfb

Veranstaltet von:
Datenschutzbeauftragte der Freien Universität Berlin
SuMa e.V. Verein für freien Wissenszugang
Allgemeiner Studierendenausschuss der Freien Universität Berlin

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Protestaktion zur Exzellenzbegehung 2012 an der FU Berlin http://astafu.blogsport.de/2012/02/03/protestaktion-zur-exzellenzbegehung-2012-an-der-fu-berlin/ http://astafu.blogsport.de/2012/02/03/protestaktion-zur-exzellenzbegehung-2012-an-der-fu-berlin/#comments Fri, 03 Feb 2012 14:50:54 +0000 oeffref Allgemein Pressearbeit Information http://astafu.blogsport.de/2012/02/03/protestaktion-zur-exzellenzbegehung-2012-an-der-fu-berlin/ Im folgenden die Presseerklärung aktiver Studierender gegen die sogenannte Exzellenzbegehung: Am heutigen Donnerstag, den 02.02.2012 hat die Exzellenzbegehung der Gutachter_innenkommission an der Freien Universität Berlin stattgefunden, begleitet von lautstarkem Protest aus der Studierendenschaft.

Die Exzellenzinitiative beinhaltet die Förderung von Leuchtturmprojekten auf Kosten nichtgeförderter Institutionen, womit das Konkurrenzdenken unter Bildungseinrichtungen gefördert und die Hochschullandschaft rein auf wirtschaftliche Verwertung reduziert wird. Um gegeneinander bestehen zu können werden die Hochschulen intern so umstrukturiert, dass die letzten Reste formaler Demokratie abgebaut werden zugunsten direkter Entscheidungsstrukturen einer autoritär agierenden Hochschulleitung.

Im Hauptgebäude der FU hatten Studierende daher zur „Exzellenziade“ geladen, einem Sportevent, welches dem absurden Wettstreit der Berliner Hochschulen den Spiegel vorhielt – Studierende von FU, HU und TU rangen in verschiedenen Disziplinen gegeneinander um den Exzellenztitel – Konkurrenzwahn und undemokratischer Unternehmergeist erfüllten den Raum mit flirrend elitärer Spannung.

In der Königsdisziplin, dem Hürdenlauf, galt es Hindernisse auf dem Weg zur Exzellenz zu überwinden. Bereits zum Start mussten die Läufer_innen kritische Lehre abwickeln und sich aus diesem Grund aus der Umschlingung von Frischhaltefolie befreien. Unter frenetischer Beifallsbekundung umstehender, exzellenter Studierender mussten auf dem Weg zum Ziel dann noch folgende Hürden genommen werden: Ballastentsorgung durch den Abwurf unnötigen Wissens, durch Personalabbau und Bibliotheksschließungen, welche durch das obligatorische Wegwerfen von Büchern geleistet wurde. Anschließend Abschaffung marktunrelevanter und prestigearmer Orchideenfächer, Abbau von effizienzhemmender Demokratie, denn die Garantie von Steuerbarkeit ist für die Exzellenzinitiative wichtig. Als letzter Sprung mussten beim Aufbau von Bündnissen mit der Wirtschaft noch unzählige Hände von anzugtragenden Geschäftsmenschen geschüttelt werden. Natürlich wurden in ellenbogengesellschaftlicher Einigkeit während der Wettlaufs von allen Teilnehmenden unlautere Mittel eingesetzt, im tumultartigen Foto-Finish mag dann Gerüchten zufolge die FU gewonnen haben.

Durch diese sportlichen Glanzleistungen beflügelt zogen unter dem Banner „Exzellenz my ass“ die Exzellenzkämpfer_innen mobilisierend durch etliche Hörsäle und schließlich zum Henry-Ford-Bau. In diesem herausragenden Vorzeigegebäude trafen die offiziellen Gutachter_innen auf von Präsidenten Peter-André Alt handverlesene Exzellenzen. Der Gruppe der etwa 50 studentischen Sportfreund_innen wurde jedoch der Zutritt zu diesem öffentlichen Gebäude verwehrt. Gänzlich unsportlich hatte die Universitätsleitung eine mehrere Dutzend zählende Wachtruppe eingesetzt, welche ihrerseits entschlossene Geschlossenheit hinter verschlossenen Glastüren zur Schau stellte. Unter Sprechchören, rhythmischer Fenstertrommelei und Konfettiwürfen konnte die Fassade des Exzellenzbunkers erst einmal zum Beben gebracht werden. Durch den friedlichen Einsatz zahlenmäßiger Überlegenheit durchflossen die Protestierenden schließlich, trotz gewaltsamer Gegenwehr der Sicherheitskräfte, eine Türe und ein Fenster eines angrenzenden Hörsaals und gelangten schließlich ins Gebäude. Dort konnten erneut viele Studis darüber informiert werden, warum sie an diesem Tage nur unter den wachsamen Augen von Security und lediglich über Seiteneingänge ins Gebäude gekommen waren.

Forderungen und Kritik waren sehr ernst, die Form jedoch weiterhin kreativ, was auch durch ein gemeinschaftliches Nackter-Arsch-an-Glasscheibe-Halten zum Ausdruck gebracht werden konnte. Weiterhin verstanden die Wachmenschen – auf Order der Universitätsleitung – keinerlei Spaß und schreckten auch nicht vor Stoßen, Schlägen und Tritten zurück, auch gegen bereits am Boden liegende Studis.

Der Protest wurde jedoch immer zahlreicher und es gelang die Umzingelung des Gebäudes, was letztlich eine Flucht der Exzellenz-Gutachter_innen durch den Dienstbot_innenausgang erforderlich machte.

Wir hoffen, dass den Gutachter_innen verständlich gemacht werden konnte, dass die Exzellenz an der so genannten „Freien“ Universität nur einen dünnen, in fahlen PowerPoint-Folien präsentierten Lackfilm darstellt, welcher verschleiern soll, was hier die tatsächlichen Fundamente sind: Fehlende Demokratie, Abbau kritischer Wissenschaft, Missachtung von Studierendeninteressen – die totale Reduzierung von Bildung auf rein marktwirtschaftliche Verwertbarkeit.

Aktive Studierende der FU Berlin

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Pressemitteilung der Aktiven gegen die Exzellenzinitiative der FU http://astafu.blogsport.de/2012/02/01/pressemitteilung-der-aktiven-gegen-die-exzellenzinitiative-der-fu/ http://astafu.blogsport.de/2012/02/01/pressemitteilung-der-aktiven-gegen-die-exzellenzinitiative-der-fu/#comments Wed, 01 Feb 2012 14:35:12 +0000 oeffref Allgemein Pressearbeit http://astafu.blogsport.de/2012/02/01/pressemitteilung-der-aktiven-gegen-die-exzellenzinitiative-der-fu/ Exzellenz? Not my FU*ture – Exzellente Protestkultur an der Freien Universität Berlin

Im Rahmen der Exzellenzinitiative konkurrieren seit einigen Jahren die deutschen Universitäten um Forschungsgelder. An der Freien Universität findet diese Woche eine Begehung statt. Studierende haben deshalb eine Aktionswoche organisiert. Eine Infokampagne leistet Aufklärung, spielerische Protest-Aktionen sind angekündigt.

Seit 2006 treten die Hochschulen Deutschlands in der „Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder zur Förderung von Wissenschaft und Forschung an deutschen Hochschulen“ gegeneinander an. Der Forschungswettbewerb markiert einen grundlegenden Wandel in der Bildungspolitik hin zur gezielten Förderung von Eliten. Statt die chronisch unterfinanzierte Hochschullandschaft grundlegend auszufinanzieren, werden einige wenige Hochschulen zu Exzellenzzentren erkoren. So konzentriert sich die bis 2012 bereit gestellte Summe von 1,9 Milliarden Euro auf gerade einmal 33 von 106 deutschen Hochschulen. Geld erhalten die Hochschulen, die ohnehin besser gestellt sind, als andere.

Auch die FU konnte sich als „Leuchtturm der Wissenschaft“ (Pressemeldung der FU, 2007) das Siegel „Eliteuniversität“ auf die Fahnen schreiben. „Für die meisten Studierenden und Uni-Mitarbeiter_innen ist der Zusatz Eliteuni allerdings kein Grund zum Jubeln“, meint Anne Schindler, hochschulpolitische Referentin des AStA der FU. Bei den Studierenden oder Mitarbeiter_innen kommt das Geld nicht an, ein Elitetitel bedeutet keine bessere Ausfinanzierung der Lehre. Vielmehr orientiert dieser sich an den Maximen wirtschaftlicher Verwertbarkeit und internationaler Sichtbarkeit. Die Lehre wird auf unmittelbar marktfähige Inhalte reduziert: Geisteswissenschaften und Teile der Sozialwissenschaften werden zugunsten anwendungsorientierter, meist naturwissenschaftlicher und technischer Fächer, abgewertet; der Leistungs- und Selektionsdruck auf allen Ebenen wird erhöht; ein eigenständiges und kritisches Studium ist nicht gewollt und kaum noch möglich. Um das Exzellenzkriterium der „Steuerbarkeit“ zu gewährleisten, gehen gleichzeitig die Entscheidungsbefugnisse zunehmend in die Hände des Präsidiums über, welches die Universität im Sinne eines strategiebasierten Managements regiert. Tatsächlich wurde die FU im Jahr 2006 als „Unternehmerischste Universität“ gekürt.

Im Rahmen einer weiteren Wettbewerbsrunde wird am Donnerstag, den 2.2.12, eine Gutachter_innenkommission die FU besuchen. Vor dem Hintergrund des Schadens, den die Exzellenzinitiative jetzt bereits angerichtet hat, kann es kaum verwundern, dass Studierende Gegenaktionen angekündigt haben. „Zunächst geht es darum aufzuklären und klar zu machen, was sich hinter den Worthülse ‚Exzellenz‘ und Eliteuni verbirgt“, so Inga, die bereits im Bildungsprotest des vergangenen Jahres aktiv war. Auf dem Programm steht eine Diskussionsveranstaltung mit Bodo Zeuner (Prof. em. OSI), Andy Möbius (AStA FU) und Ellen Höhne von der Uni Bremen, in der bereits vor zwei Wochen einige Anti-Exzellenz-Aktionen stattfanden. Höhepunkt der Aktionswoche wird ein spektakulärer Gegen-Wettbewerb am Donnerstag sein. „Wir laden alle FU-Angehörigen zu sportlichen, schrillbunten und bissigen Wettkämpfen ein. Mit einer ‚Exzellenziade‘ werden wir diesem von Konkurrenzwahn und undemokratischem Unternehmensgeist beherrschten Zirkus den Spiegel vorhalten“, kündigt Inga an. Ihr und vielen anderen Aktivist_innen geht es nicht um die Berichtigung von einzelnen Aspekten des Wettbewerbs. Sie sehen die ganze Exzellenzinitiative, sowie die damit einhergehende Ideologie von Autorität und Marktförmigkeit kritisch.

Aktive gegen die Exzellenzinitiative der FU

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AStA-Koalition geht erneut gestärkt aus StuPa-Wahlen hervor und erreicht 2/3-Mehrheit http://astafu.blogsport.de/2012/01/17/asta-koalition-geht-erneut-gestaerkt-aus-stupa-wahlen-hervor-und-erreicht-23-mehrheit/ http://astafu.blogsport.de/2012/01/17/asta-koalition-geht-erneut-gestaerkt-aus-stupa-wahlen-hervor-und-erreicht-23-mehrheit/#comments Tue, 17 Jan 2012 10:56:16 +0000 oeffref Allgemein Pressearbeit Information http://astafu.blogsport.de/2012/01/17/asta-koalition-geht-erneut-gestaerkt-aus-stupa-wahlen-hervor-und-erreicht-23-mehrheit/ Bei den Wahlen zum Studienderenparlament 2012 sprachen die Studierenden der FU der amtierenden AStA-Koalition aus Fachschaftsinitiativen, Regenbogenlisten und linken Listen erneut ihr Vertrauen aus.

Die Fachschaftsinitiativen und Projekte der Fachbereiche konnten ihre relative Mehrheit auf nun 29 der 60 vorhandenen Sitze ausbauen. Die Regenbogenlisten und linken Listen blieben konstant.

Die Parteihochschulgruppen sanken erneut ab und stellen nunmehr insgesamt 13 Sitze. Größte Liste unter ihnen ist die Grüne Hochschulgruppe mit 4 Sitzen, gefolgt von den Jusos (SPD) und der PARTEI-Hochschulgruppe mit jeweils 3 und dem SDS (Linkspartei), dem RCDS (CDU) und der Liberalen Hochschulgruppe (FDP) mit jeweils einem Sitz.

Die Kombination aus Basisorientierung, Parteiunabhängigkeit und linker Progressivität trifft seit Jahrzehnten auf starke Zustimmung unter den Studierenden der FU. Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Mehrheit der amtierenden Koalition weiter ausgebaut werden, so dass eine 2/3-Mehrheit erreicht wurde.

Die Wahlbeteiligung blieb konstant bei 11,35% (Vorjahr: 11,36%).

Allgemeiner Studierendenausschuss der FU

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BERLIN JETZT ZULASSUNGSFREI? http://astafu.blogsport.de/2011/12/23/zulassungsverfahren-in-ganz-berlin-rechtswidrig/ http://astafu.blogsport.de/2011/12/23/zulassungsverfahren-in-ganz-berlin-rechtswidrig/#comments Fri, 23 Dec 2011 13:09:29 +0000 oeffref Allgemein Pressearbeit http://astafu.blogsport.de/2011/12/23/zulassungsverfahren-in-ganz-berlin-rechtswidrig/ Zulassungsverfahren in ganz Berlin rechtswidrig. – Presseerklärung derLandesAstenKonferenz Berlin

Am Dienstag den 20. Dezember erwirkt der Verfassungsgerichtshof des Landes Berlin die Zulassung zweier Psychologiestudentinnen zu ihrem Wunschstudium und erklärt in dem Urteil alle Berliner Zulassungsverfahren, ausgenommen diejenigen für Staatsexamen und Diplomstudiengänge, für rechtswidrig.

Somit sind tatsächlich alle Bachelor- und Masterstudiengänge betroffen, die einen NC besitzen. Auch für Studiengänge wie Psychologie mit einem NC nahe 1,0 wie gilt das. Ihnen allen ging, so das Gericht in seinem Urteil, kein gesetz- und verfassungsgemäßes Verfahren zur Zulassungsbeschränkung voraus. Das Verfassungsgericht weist die Hochschulleitungen und Senatsverwaltung darauf hin, dass Studiengänge, die in Zukunft zulassungsbeschränkt sein sollen, durch ein entsprechendes Verfahren zur Ermittlung der vorhandenen Ausbildungskapazität in gesetzlicher Art und Weise geprüft werden müssen. Daraus folgt, dass die aktuellen Verfahren nicht mehr angewendet werden dürfen. Wir als verfasste Studierendenschaften Berlins möchten unsere große Freude über die so deutliche Unterstützung unserer Position durch das Verfassungsgericht zum Ausdruck bringen und fordern die Senatsverwaltung auf, unverzüglich ein geeignetes und den Vorgaben entsprechendes Verfahren zu entwickeln. Dazu zählt auch die Beteiligung der Studierenden am Verfahren. Wir fordern die Senatsverwaltung und die Hochschulen ebenfalls auf, künftig auf sämtliche Notverordnungen und Staatsnotstandsbehauptungen zu verzichten, wie sie in der Vergangenheit als Begründung angeführt wurden. Diese greifen laut diesem Urteil schlichtweg nicht. Das Recht auf freie Berufswahl ist ein Grundrecht! Wenn hier Beschränkungen auf Grund eines behaupteten Mangels an Studienplätzen eingeführt werden, muss dies einem streng demokratischen und transparenten Prozess folgen. Wir werden keine weiteren einvernehmlichen Absprachen zwischen Senatsverwaltung und Präsidien tolerieren. Was bedeutet das für potentielle Studierende? Allen Menschen die aktuell noch gegen ihre Ablehnung in Berlin vorgehen, soll gesagt sein, dass ihre Chancen durch dieses Urteil sich erhöhen. Sie sollten sich so schnell wie möglich beraten lassen. Anlaufstellen sind vor allem die verfassten Studierendenschaften. Allen, die ein Studium in Berlin aufnehmen wollen möchten wir einmal mehr Mut machen gegen eine Ablehnung vorzugehen. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass es zum nächsten Semester kein adäquates Zulassungsverfahren gibt und Studierende bessere Chancen haben als in den vergangenen Jahren. Rat finden kann jede_r bei den ASten der einzelnen Hochschulen Berlins.

LandesAstenKonferenz Berlin

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