Archiv für Oktober 2011

Frauen* übernehmen den Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) der TU Berlin

Anbei veröffentlichen wir eine Pressemitteilung des AStA TU vom 31.10.2011.
Wir wünschem dem neuen Frauen*AStA viel Erfolg!

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Pressemitteilung AStA TU Berlin 31.10.2011

Frauen* übernehmen den Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) der TU Berlin

Auf der 1. Ordentlichen Sitzung des Studierendenparlamentes am 27.10.2011 wurde der AStA der TU Berlin neu gewählt. Das Wahlergebnis ist insofern besonders, als dass alle neun, vom StuPa zu wählenden, Referate für die XXXII. Legislatur mit Frauen* besetzt wurden und damit das Projekt „Frauen*AStA“ heute seinen Anfang nimmt.

Warum nur Frauen wird sich so manche_r fragen und den neu gewählten Referentinnen oldschool-Feminismus vorwerfen. Die Idee ist jedoch nicht, dass eine Welt ohne politisch aktive Männer besser ist als eine mit. Die Referentinnen werden selbstverständlich auch in diesem akademischen Jahr mit ihren männlichen Kollegen zusammenarbeiten.

Der „Frauen-AStA“ kann als Experiment verstanden werden, welches Argumente gegen oftmals männliche Dominanz – speziell in politischen Gremien – schafft. Wir hoffen, dass er auch so verstanden und genutzt wird. Unser Ziel ist es zum Einen, Menschen – insbesondere Frauen* – zu erreichen, die sich gern engagieren würden, dieses aber vielleicht
angesichts der scheinbaren Männerdomäne oder auf Grund von erfahrenem Sexismus nicht machen. Zum Anderen möchten wir dazu beitragen, dass das Thema Gleichstellung, nicht nur auf dem Papier, verstärkt in den Fokus von Politik und Öffentlichkeit rückt.

Wir freuen uns auf kritische Diskussionen mit Studierenden und anderen Universitätsangehörigen, sowie eine interessierte Presse.

Studierende der FU stimmen für das Semesterticket

Die Studierenden haben gewählt! Mit einer überragenden Mehrheit (96,5%) wurde das Semesterticket für die nächsten 3 Jahre angenommen.

Der studentische Wahlvorstand hat die Auszählung zur Urabstimmung über die Fortführung des Semestertickets an der FU-Berlin beendet und ein vorläufiges Ergebnis bekanntgegeben: 27% (9600 Studierende)der Wahlberechtigten haben an der Urabstimmung teilgenommen und 96,5% mit JA für eine Fortsetzung des Semestertickets ab dem Sommersemester 2012 gestimmt. Das endgültige Ergebnis wird am Donnerstag den 03.11.2011 veröffentlicht.

Der Marxismus – Wissenschaft, Bewegung oder Weltanschauung? Buchvorstellung und Diskussion

Nicht nur auf dem Straßenschild am Eingang der Neuköllner Karl-Marx-Straße wird Marx bis heute als “Begründer des Wissenschaftlichen Sozialismus” vorgestellt. Seine Theorie gilt als Übergang von einer politisch-utopischen hin zur historisch-ökonomischen Gesellschaftskritik. Selbst Westberliner Sozialdemokraten, bis heute zuständig für die Neuköllner Straßenbeschilderung, erkennen Marx in diesem Sinne als Philosoph und Wissenschaftler an.

Dennoch ist Marx Lehre nicht nur von seinen KritikerInnen immer wieder als “Weltanschauung” oder gar “Glaubensbekenntnis” bezeichnet worden. Gerade innerhalb der sozialistischen Bewegung wurde das Bedürfnis nach Weltanschauung durch eine einfach gestrickte Lesart von Marx´ und Engels Schriften befriedigt: In der Hochphase der sozialistischen Bewegung vor 1933 las kaum jemand Marx im Original, seine Ideen waren durch populäre Broschüren anderer Autoren bekannt und dienten vor allem zur Markierung einer gemeinsamen Gegenkultur. Im Staatssozialismus wurde diese an Marx als Markenzeichen orientierte “Anwendung” bis zur Parodie weitergeführt.

Aus dieser Situation heraus ergaben sich zahlreiche Versuche, den “eigentlichen Marx” zu entdecken oder ihn in einer “Neuen Marx-Lektüre” wieder als analytisches Werkzeug für Gesellschaftskritik nutzbar zu machen. Ein Blick in die Geschichte zeigt jedoch, dass in Zeiten angeregter Theoriebildung nicht unbedingt auch die sozialistische Bewegung florierte. Im Gegenteil: Da, wo ein schlichter und populärer Marxismus vorherrschte, war auch die Bewegung stark. Neue Marx-Lesarten entstanden hingegen oft in Zeiten, in denen die Bewegung völlig geschlagen war. Beispiele sind die “Gefängnishefte” des im italienischen Faschismus eingekerkerten Sozialisten Antonio Gramsci oder die Frankfurter Schule im amerikanischen Exil der 1940er Jahre.

Ist also ein popularisierter Marxismus notwendig? Wenn ja, wo hört Popularisierung auf, wo fängt verkürzte Kapitalismuskritik an? Oder brauchen wir die Kürze? Ist der Preis für wissenschaftliche Genauigkeit, daß die Marxsche Theorie zur esoterischen Beschäftigung eines kleinen Kreises von SpezialistInnen wird?

Diese Fragen wollen wir gemeinsam mit dem Ökonom Michael Heinrich, dem Historiker Ralf Hoffrogge und allen Interessierten diskutieren. Heinrich ist Autor der bekannten Einführung “Kritik der Politischen Ökonomie” in der Reihe theorie.org, von Ralf Hoffrogge erscheint in Kürze eine Einführung zu “Sozialismus und Arbeiterbewegung in Deutschland” in derselben Reihe.

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Mittwoch, den 2. November 2011, 18 Uhr
Raum L 113, Seminarzentrum (Silberlaube, Otto-von-Simson-Str. 26)

JA!!! zum Semesterticket am 25. -27.10.

Für das Semesticket! Infos zur Urabstimmung

Vom 25.-27. Oktober 2011 (Dienstag – Donnerstag) entscheidet die Studierendenschaft der FU in einer Urabstimmung über die Fortführung des Semestertickets. Eine Mehrheit der an der Abstimmung teilnehmenden Studierenden, mindestens jedoch 10% aller Studierenden der FU, müssen sich für das Semesterticket entscheiden. Andernfalls gilt die Fortführung des Semestertickets als abgelehnt, es wird dann ab dem Sommersemester 2012 kein Semesterticket mehr geben.

Solange öffentliche Verkehrsmittel nicht kostenlos allen Menschen zur Verfügung stehen, würde der Verlust des Semestertickets zu einer enormen Einschränkung studentischer Mobilität führen.

Deswegen: JA zum Semesterticket!

Wir rufen alle Studierenden dazu auf, sich an der Urabstimmung zu beteiligen und für das Semesterticket zu stimmen!

Eine Liste der Wahllokale findet ihr auf den Seiten des studentischen Wahlvorstandes

Mehr Informationen, Flugis, Flyer, Plakate sind erhältlich im AStA FU:
Otto-von-Simson-Str. 23 in Dahlem

Out of Dahlem Nr.12 erschienen


Da ist sie, die neuste druckfrische Ausgabe der „Out of Dahlem“. Pünktlich zu Beginn des Wintersemesters bieten wir euch wieder jede Menge Qualitätsjournalismus. Das Ganze bekommt ihr wie immer am AStA-Regal vor der Mensa 2, in allen gut sortierten Studi-Cafés, sowie direkt bei uns im AStA.

Themen in dieser Ausgabe u.a.:
*30 Jahre AStA
*30 Jahre Schwulenreferat
*Uni, Politik und Geschlecht
*Überwachung und Bespitzelung
*Studienbedingungen für Unerwünschte aus Drittstaaten („Uni Assist“)
*Prekäre Lehrsituation am OSI
*S-Bahn: Pleite, Pech und Pannen

Also viel Spaß bei der Lektüre!

Alle Ausgaben der Out of Dahlem findet ihr selbstverständlich auch online auf der AStA Homepage unter: Publikationen