Archiv für Dezember 2009

Ausverkauf der Uni- und wo bleiben die FSIn?

Der Ausverkauf der Uni und die Bekämpfung studentischer Selbstbestimmung am Beispiel des Fachbereiches Wirtschaftswissenschaften:
Am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften gibt es seit der Renovierung vor 2 Jahren kaum Möglichkeiten für Studierende Informationen auszuhängen. Für die Fachschaftsinitiative ist es so beinahe unmöglich geworden, auf studentische Projekte und Termine der studentischen Selbstverwaltung aufmerksam zu machen.
So wurden zum Beispiel Plakate umgehend abgehängt, die auf eine anstehende Vollversammlung der Studierenden hinwiesen. Dabei bleibt unklar, wie eine studentische Vollversammlung, die nach § 19 BerlHG erstes Organ der Studierendenschaft ist, einberufen werden soll, wenn die Studierenden hierüber nicht informiert werden können.
Der AStA FU unterstützt die Forderung der FSI WiWiss nach der Bereitstellung von ausreichend Informationsfläche durch den Fachbereich. Die studentische Selbstverwaltung darf auch in einem scheinbar marginalen Punkt wie diesem nicht von Seiten des Fachbereichs behindert werden!
In diesem Zusammenhang sei außerdem auf die Politik des Fachbereiches verwiesen, Werbeflächen am Fachbereich gegen Geld privaten Investoren zur Verfügung zu stellen, mit dem Ergebnis, dass diesen mehr Informationsfläche zur Verfügung steht als den Studierenden am Fachbereich selbst.

Out Of Dahlem Nr. 10: Im Dienst von Mensch und Tier

Seit gestern ist die neue Ausgabe des AStA-Magazins Out Of Dahlem erhältlich. Im AStA, allen gut sortierten Studi-Cafés und auch an den sonstigen üblichen Ecken auf dem Campus. Diesmal ganz „Im Dienst von Mensch und Tier“ beschäftigen sich die Artikel u.a. mit dem alltäglichen Rassismus an der FU, dem Hickhack um Dieter Lenzen, den Hochschulprotesten hier und in Kolumbien und mit der Zusammenarbeit zwischen einem Chemiekonzern und der Tierärztlichen Hochschule Hannover.

Online ist die Zeitschrift auf der AStA-Homepage verfügbar. Also viel Spaß beim Überfliegen und Lesen.

Grußwort der kurdischen Jugendbewegung zum Bildungsstreik

In einer Lebensrealität, die vom Kapitalismus so stark durchdrungen ist, ist es unmöglich, dass das die Jugend und ihr Leben und ihren Gedanken nicht beeinflusst.

Um die eigene Macht zu kreieren und zu stärken haben die Herrschenden schon immer die Jugend unter Kontrolle gehalten. Auch in der Geschichte Kurdistans gab es Beispiele, die diesem ähnlich sind.
Auch in der Legende um die Unterdrückung durch den assyrischen König Dehak heißt es, dass die Krankheit des Herrschers nur geheilt werden kann, indem er die Gehirne von jungen Menschen verspeist. Es wird klar, wie stark die Herrschenden und die Zentren der Macht bemüht sind die Jugend unter ihre Kontrolle zu bringen. Sich selbst als Herrschende und als Macht darstellend, hat es der Kapitalismus heute einzig auf die Jugend abgesehen. Denn sie sind es, die das zukünftige Leben verteidigen und leben können.

Das ist Strategie, Taktik und Praxis um Herrschaft zu sichern. In heutiger Zeit wird versucht diese Taktik in Bezug auf Bildung, Familie, Leben und vor allem Ökonomie zu entwickeln. Das Bildungssystem wird vom Monopolistischen System als Rechtfertigung benutzt, um das freie Denken und das Infragestellen, zu verhindern. Die Bildung wird zu einem Sektor gemacht und die Menschen sozusagen versklavt. Wir, deren Herzen und Köpfe noch jung sind, wir als Hoffnung der Menschen dürfen das Leben voller Mühen nicht aufgeben, müssen immer wieder die Forderung nach einem Bildungssystem zu Sprache bringen, in dem sich alle frei und in ihrer eigenen Muttersprache äußern können. Die Notwendigkeit alternativer Bildungssysteme ist daran zu sehen, dass das jetzige System dem Kapitalismus dient. Deshalb müssen wir schon jetzt beginnen ein neues Leben aufzubauen. Wenn wir das Leben der Menschen nicht richtig verstehen und nicht richtig aufbauen, ist klar, dass wir dies vor der Geschichte nicht entschuldigen können. Daher wollen wir als letztes sagen: „Das falsche Leben kann nicht richtig gelebt werden!“

Wir grüssen euch und euren Kampf mit tiefer Verbundenheit.

Genug mit dem individualisierten Bildungssystem.
Edi bese heißt es reicht.
Hoch lebe der Internationalismus!

Jugendbewegung Kurdistan/ Diyarbakir