Ernst-Reuter-Gesellschaft stoppt Finanzierung der FURIOS

Die Ernst-Reuter-Gesellschaft (ERG) beendet die Finanzierung der FURIOS. In einem Schreiben an den AStA FU distanziert sich Dr. Wedigo de Vivanco, Geschäftsführer und stellvertretender Vorstandsvorsitzender, in Namen der ERG von der FURIOS und bezeichnet das Interview mit dem „Aktkalender“ Semplaer als „vulgär“. Eine weitere Förderung sei nicht vorgesehen. Die ERG, Fördergesellschaft der FU Berlin, war bislang Hauptsponsor des selbsterklärten Campus-Magazins FURIOS.

Unter dem Titel „Ein Rudel Titten in Dahlem“ hatte die FURIOS ein Interview mit sexistischem und frauenverachtendem Charakter geführt und verweigerte eine inhaltliche Auseinandersetzung. Der AStA FU richtete einen Brief an die Ernst-Reuter-Gesellschaft mit Bitte um Positionierung, der mit oben genannter Stellungnahme beantwortet wurde. Ob die FURIOS nun überhaupt weiter erscheinen kann, ist unklar.

Ronny Matthes, Schwulenreferent des AStA FU, stellt fest:
„Auch wenn es bedauerlich ist, dass ein selbstorganisiertes studentisches Projekt nicht weiter gefördert wird, loben wir die Distanzierung der Ernst-Reuter-Gesellschaft ausdrücklich. Ein sexistisches Interview ist keine witzige Provokation, sondern ein handfester Angriff auf gesellschaftlich marginalisierte Gruppen. Wenn dann noch eine Auseinandersetzung ausbleibt, sind die Folgen selbstverschuldet. Wir brauchen keine Publikation, die sich gegen das allgemeine Interesse der Studierenden wendet, die Universität diskriminierungsfrei zu gestalten.“


2 Antworten auf “Ernst-Reuter-Gesellschaft stoppt Finanzierung der FURIOS”


  1. 1 Sexistische Verbalrotze sorgt für Sponsorenflaute « Analyse, Kritik & Aktion Pingback am 07. August 2009 um 11:07 Uhr
  2. 2 Campusmagazin „Furios“ – Pressestimmen « fsi-wiwiss Pingback am 16. August 2009 um 15:38 Uhr
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