Proteste gegen Verbandstagung der Deutschen Burschenschaft (DB)

Wie bereits berichtet findet vom 29.02. bis zum 02.03. eine Tagung der DB in Berlin statt statt. Am Samstag den 01.03. findet eine antifaschistische Bündnis-Demo gegen die Verbandstagung statt (19 Uhr | U-Uhlandstrasse). Im Vorfeld organisiert das Anarchistischen Infocafés am 25.02. eine Veranstaltung zu Burschenschaften. Dort wird es auch aktuelle Infos zur Mobilisierung gegen die DB-Verbandstagung statt.

Einladungstext vom Anarchistischen Infocafé:

Vom 29. Februar bis zum 02. März 2008 findet in Berlin eine Verbandstagung der völkischen Deutschen Burschenschaft statt. Zu der Veranstaltung unter dem Motto: „Das Selbstverständnis der Deutschen Burschenschaft“ werden einige hundert Korporationsstudenten erwartet.

Als größter und politisch einflußreichster Dachverband studentischer Verbindungen steht die DB für ein konservatives bis neofaschistisches Spektrum. Die in der DB organisierten Männer sind meist nicht die kahlrasierten, Springerstiefel tragenden und rumpöbelnden Nazihorden. Innerhalb der DB findet sich aber eine ähnliche, wenn nicht gar deckungsgleiche Ideologie wie bei Nazibanden.

Neben einem ausgeprägten Nationalismus, Rassismus und Militarismus ist die DB sexistisch und hat einen elitären Charakter. In führenden Funktionen der DB finden sich meist Vertreter der Burschenschaftlichen
Gemeinschaft, eine rechtsradikale Fraktion innerhalb der DB. Immer wieder werden sogenannte Einzellfälle bekannt, bei welchen Neonazis gemeinsame Veranstaltungen mit Burschenschaften durchführten oder selbst Verbindungsstudenten sind.

Ein gutes Beispiel für eine rechtsradikal stark durchsetzte Burschenschaft ist die “Burschenschaft Danubia München“. Aus ihren Reihen kamen zwei Vorsitzende des „Nationaldemokratischen Hochschulbundes“ (NHB), Lutz Kuche (1971-73) und Uwe Sauermann (1975-76). Unter Beteiligung der „Danuben“ Hans-Ulrich Kopp und Alexander Wolf wurde 1989 der “Republikanische Hochschulverband“ gegründet. “Danube“ Sascha Jung wirkte in den 1990er Jahren an der Reorganisation des völkischen Hofgeismarer Kreises in der SPD mit. Mitglieder der Danubia bauten die rechtsradikale Zeitung “Junge Freiheit“ mit auf (Frank Butschbacher, Thomas Clement, Hans-Ulrich Kopp, Michael Paulwitz), waren Redaktionsmitglied der REP-Parteizeitung „Der Republikaner“ (Michael Paulwitz) oder Redakteur von “Nation & Europa“ (Karl Richter, später Chefredakteur von Opposition). Im Jahr 2001 geriet die Danubia unter Druck, weil in ihrem Haus ein polizeilich gesuchter neonazistischer Schläger versteckt wurde.

Veranstaltung zu Burschenschaften mit aktuellen Infos zur Mobilisierung gegen die DB-Verbandstagung | Montag 25.02. ab 20 Uhr im Rahmen des Anarchistischen Infocafés im NewYorck59 (Südflügel vom Bethanien)


Angemeldete Route der antifaschitischen Bündnis-Demonstration:

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2 Antworten auf “Proteste gegen Verbandstagung der Deutschen Burschenschaft (DB)”


  1. 1 Am 1. März gegen rechte Burschenschafter demonstrieren! | Fachschaftsini Geschichte FU Pingback am 22. Februar 2008 um 12:31 Uhr
  2. 2 Hohe Auflagen für Demo gegen die Deutsche Burschenschaft am 01.03. // AStA FU Berlin Blog Pingback am 27. Februar 2008 um 19:35 Uhr
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