Archiv für Januar 2008

Aktionstag und Vollversammlung am 31.1.08!

Es regt sich wieder was an der FU, die Unzufriedenheit mit der vermeintlich „exzellenten“ FU wächst, die Begeisterung über den neuen Kurs hält sich in Grenzen. Seit einiger Zeit trifft sich daher regelmäßig ein FU-Aktionstags-Plenum, um über Interventionen und mögliche Proteste zu diskutieren. Für den 31.1. soll die Diskussion ausgeweitet werden, es wird zu einem Aktionstag inklusive FU-weiter Vollversammlung aufgerufen. Der Aufruf richtet sich „an alle politisch aktiven Gruppen, Cafés, Treffen, Studierende, Dozierende, Angestellte und sonstige Personen“.

Aktionstag am 31. Januar 2008.

Ziel dieses Aktionstages ist zum einen, die unterschiedlichen Themen, Kritikpunkte und Debatten an der Universität sichtbar zu machen und möglichst viele Menschen mit ihnen zu konfrontieren, sei dies nun die Schließung der Fachbibliotheken oder die Privatisierung von Bildung, die Überlastung von Studierenden oder der nationale Elite-Wettbewerb.

Um die Vereinzelung der Fachbereiche aufzubrechen, um wieder ins Gespräch miteinander zu kommen, um Ideen zu schmieden, Netzwerke zu bilden für das was noch kommen wird, haben wir uns nun schon viermal getroffen und einen ersten Austausch gehabt.

Zum anderen soll versucht werden, den Kreis der aktiven Menschen zu vergrößern, indem durch eine generelle Unmutsbekundung und vermittelnde Aktionen zum Nachdenken und Mitmachen angeregt wird.

Die vorläufige Grundstruktur sieht so aus:

Ab 10:00 Uhr wird es im Seminarzentrum der Silberlaube einen festen Treff- und Infopunkt geben. Dort können Aktionen bekannt gegeben werden oder spontan entstehen, sowie kleinere Workshops angeboten werden.

Zwischen 10:00 und 14:00 Uhr sollen an der ganzen Uni dezentrale Aktionen geben. An den Instituten, in den Hörsälen, vor der Mensa, auf der Straßen….
Veranstaltet autonome Seminare; Ruft eine VV ein; Schreibt Flugblätter; Tauscht euch mit den Leuten an eurem Institut aus; Führt einen Sketch auf; Ruft zu kreativen Aktionen auf! Seit kreativ!

Um 14:00 Uhr wird in der Silberlaube eine uniweite Vollversammlung stattfinden. Damit soll ein Freiraum zum Austausch gegeben werden: Was passiert an den Fachbereichen? Wohin steuert die Uni? Gibt es eine Perspektive für uniweiten Protest?

Der Aktionstag wird um 16:00 Uhr mit einer Demonstration über den Campus beendet. Die Demonstration startet auf der Freifläche vor der Rost-/Silberlaube an der Habelschwerdter Allee. Redebeiträge sind möglich.

Wir rufen nun alle Angesprochenen dazu auf, sich im Rahmen der eigenen Möglichkeiten, der eigenen Meinung und
des selbst Gewollten an diesem Aktionstag zu beteiligen! Verbreitet diesen Aufruf, mobilisiert für den Aktionstag, ruft mit zur Demonstration auf!

Das nächste Plenum ist am Donnerstag 24.01 um 18:00 Uhr im Raum KL 25/134 in der Silberlaube.

Mehr infos unter: http://aktionstag.blogsport.de/

II. Internationale Filmwochen an der FU Berlin


Die II. Internationalen Filmwochen an der FU-Berlin vom finden vom 14. bis 30. Januar 2008 (täglich 18 Uhr) im Hörsaal 1b und 2 statt. Insgesamt sind mehr als 15 Kurz-, Spiel- und Dokumentarfilme zu sehen. Zum Filmprogramm und den Filmbeschreibungen.

StuPa-Wahlen FU Berlin 2008

stupa wahlen fu 2008

Die StuPa Wahlen sind vorbei, das vollständige Wahlergebnis ist hier einsehbar:

http://astafu.de/archiv/a_2008/stupa_html

Die Wahlergebnisse einzeln aufgeschlüsselt nach Listen, Fachbereichen, KandidatInnen einschließlich der Fachschaftsräte findet ihr hier:

http://www.fu-berlin.de/sites/studwv/Aktuelles/index.html

Eine erste Einschätzung gibt es auf der AStA FU Berlin Homepage: AStA FU bleibt links!

Das Verschwinden der Bücher und des Präsidenten

Die Zeit berichtet in ihrer Online-Ausgabe am 15.01.2008 über die geplanten Umstrukturierungen im Bibliotheksbereich der Freien Universiät Berlin und die damit verbundene „Reduzierung um 300.000 Bücher“:

Auch die Studenten im Allgemeinen Studierendenausschuss (Asta) der FU protestieren gegen die Aktion. Sie befürchten, dass sich die Studienbedingungen weiter verschlechtern und die Studenten bald Schlange stehen müssten, um ein Standardwerk aus ihrem Fachbereich auszuleihen. Dass es bald einige hunderttausend Bücher weniger an ihrer Universität gibt, ist für sie nicht das einzige Problem. Aus ihrer Sicht zeige sich an dieser Aktion beispielhaft, dass demokratische Prinzipien für FU-Präsident Dieter Lenzen und die Universitätsleitung keine Rolle mehr spielten. In einem Flyer bezeichnen Studenten aus der „Fachschaftsinitiative Ethnologie“ das Vorhaben als „autoritären Alleingang“ der Uni-Leitung. Studenten am Otto-Suhr-Institut schrieben einen Protestbrief an die Universitätsleitung und forderten diese auf, die Entscheidung zurückzunehmen.

In diesem Zusammenhang werden auch die allgemeinen Proteste gegen den autokratischen Führungsstil des FU Präsidenten Dieter Lenzen erwähnt, hier am Beispiel des kürzlich entwendeten Lenzen Porträts:

Doch offizielle Gremien sind nicht der einzige Weg, um zu protestieren. Es geht auch schneller: Vor einigen Tagen klauten einige Studenten ein riesiges Porträt des FU-Präsidenten Lenzen aus einem Foyer. Anschließend veröffentlichten sie ein Bekennerschreiben im Internet. Ob Dieter Lenzen sich davon beeindruckt gezeigt hat, ist indes bisher nicht bekannt.

Zum Bericht in der Zeit.

Tagesspiegel: Die Master-Frage

Viele Studierende in Berlin befürchten, sie könnten nach dem Bachelor nicht weiterstudieren. Aus dem Tagespiegel vom 09.01.2008:

„Die Unis stellen die Situation positiver dar, als sie ist“, sagt Claudia Wrobel vom Asta der FU. In diesem Jahr hätten nur wenige Bachelorstudenten ihren Abschluss gemacht, weil das modularisierte Studium „schlichtweg nicht in sechs Semester zu schaffen“ sei. Zudem dürften viele Absolventen ein Praktikum oder einen Auslandsaufenthalt einschieben, bevor sie den Master beginnen. Noch ein weiterer Faktor werde in den Kalkulationen der Unis vernachlässigt, kritisiert Wrobel. Absolventen mit Magister- oder Diplomabschluss könnten sich bald auch für einen Master bewerben, weil sie glaubten, dadurch für internationale Arbeitgeber besser qualifiziert zu sein. Vielleicht sei die Lage „momentan noch nicht akut“, sagt Wrobel. Im nächsten Jahr aber müsse mit einem „Stau“ gerechnet werden.

Zum Bericht im Tagesspiegel.