Ein Denkmal blüht auf

Frühling an der FU? Hinter dem Henry-Ford-Bau sieht es ein wenig danach aus, denn zumindest das Dieter Lenzens „Freiheitsdenkmal“ blühte Tagen unerwartet auf: Bunte Plakate und Zitate aus verschiedenen Quellen zogen die Blicke der BetrachterInnen auf sich und informierten ein wenig über den doch recht fragwürdigen Kontext der Denkmalerstellung.

Laut einem Bericht auf den Bildungsseiten des unabhängigen Medienportals „Indymedia“ wurden die Plakate vorgestern angebracht und zwar recht frech tagsüber in Form eines „Happenings“. Die Originale sind leider schon wieder abgekratzt, offenbar hat die FU keine Lust auf studentische Randglossen zu ihrem fragwürdigen Freiheitsklotz. Aber zumindest einige Fotos der Aktion sind online überliefert, eines davon haben wir euch mal rüberkopiert :

Perspektiven

In die Kritik geraten war das Denkmal aus einem ganzen Strauß von Gründen: einerseits wegen des undemokratischen Zustandekommens, zweitens wegen der völlig vagen Widmung bei gleichzeitig platt-offensiver Präsentation des Sponsors, drittens wegen der Herkunftsgeschichte als abstrakte Bankenrepräsentationskunst, viertens wegen der ambivalenten Natur der geehrten „Freiheitskämpfer“: viele von diesen handelten im Auftrag von Geheimdiensten, mindestens einer war ehemaliges Mitglied der NSDAP.

Obwohl verschiedene Medien auch deutschlandweit berichteten und eine Podiumsdiskussion des AStA FU dazu stattfand (bei der das Präsidium wie üblich seine Teilnahme verweigerte) war es in den letzten Wochen doch etwas ruhig um die Sache geworden. Doch wenn man indymedia glaubt und gleich 25 Studierende am hellichten Tag „mit Leitern, Kleistereimer und Pinsel“ dem Denkmal ein paar Farbtupfer verpassten, dann kann man davon ausgehen, dass die Studierenden der FU durchaus ihre eigene Meinung zur Geschichtspolitik an der FU haben.


2 Antworten auf “Ein Denkmal blüht auf”


  1. 1 AktivistInnen verschönern “Denkmal” « FUwatch Pingback am 22. Dezember 2007 um 4:16 Uhr
  2. 2 Geschichte der FU - Kampf | Fachschaftsini Geschichte FU Pingback am 28. November 2008 um 12:34 Uhr
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