Archiv für Dezember 2007

Weihnachtsbaum-Attacke

Zu den aktuellen Kürzungen im Weihnachtsbaumbereich gibt es keine Meldungen, aber einen Ausschnitt aus der Berliner Morgenpost vom 09. Dezember 2003.

weihnachtsbaum

  • Ein weiterer Bericht über diese Aktion findet sich bei der Studierendenzeitung Unaufgefordert: Wer einfriert, verliert
  • Auszüge aus dem Brief der Berliner Studierenden zur „Weihnachtsbaum-Attacke“.
  • Der geköpfte Weihnachtsbaum

  • Ein Denkmal blüht auf

    Frühling an der FU? Hinter dem Henry-Ford-Bau sieht es ein wenig danach aus, denn zumindest das Dieter Lenzens „Freiheitsdenkmal“ blühte Tagen unerwartet auf: Bunte Plakate und Zitate aus verschiedenen Quellen zogen die Blicke der BetrachterInnen auf sich und informierten ein wenig über den doch recht fragwürdigen Kontext der Denkmalerstellung.

    Laut einem Bericht auf den Bildungsseiten des unabhängigen Medienportals „Indymedia“ wurden die Plakate vorgestern angebracht und zwar recht frech tagsüber in Form eines „Happenings“. Die Originale sind leider schon wieder abgekratzt, offenbar hat die FU keine Lust auf studentische Randglossen zu ihrem fragwürdigen Freiheitsklotz. Aber zumindest einige Fotos der Aktion sind online überliefert, eines davon haben wir euch mal rüberkopiert :

    Perspektiven

    In die Kritik geraten war das Denkmal aus einem ganzen Strauß von Gründen: einerseits wegen des undemokratischen Zustandekommens, zweitens wegen der völlig vagen Widmung bei gleichzeitig platt-offensiver Präsentation des Sponsors, drittens wegen der Herkunftsgeschichte als abstrakte Bankenrepräsentationskunst, viertens wegen der ambivalenten Natur der geehrten „Freiheitskämpfer“: viele von diesen handelten im Auftrag von Geheimdiensten, mindestens einer war ehemaliges Mitglied der NSDAP.

    Obwohl verschiedene Medien auch deutschlandweit berichteten und eine Podiumsdiskussion des AStA FU dazu stattfand (bei der das Präsidium wie üblich seine Teilnahme verweigerte) war es in den letzten Wochen doch etwas ruhig um die Sache geworden. Doch wenn man indymedia glaubt und gleich 25 Studierende am hellichten Tag „mit Leitern, Kleistereimer und Pinsel“ dem Denkmal ein paar Farbtupfer verpassten, dann kann man davon ausgehen, dass die Studierenden der FU durchaus ihre eigene Meinung zur Geschichtspolitik an der FU haben.

    Studienerfolg im FU Bachelor

    Der vielfach in der Presse zitierte „Studienerfolgsbericht“ des Präsidiums der Freien Universität Berlin ist mittlerweile online verfügbar

    Das Papier wurde vom Präsidium erstellt um eine erste Bilanz über die Akzeptanz neuen Bachelorstudiengänge zu ziehen. Die Ergebnisse waren so fatal, das sich das Präsidium der FU monatelang weigerte, den Bericht öffentlich zu machen oder auch nur den Mitgliedern der universitären Gremien einsicht zu gewähren.

    Schon im Vorfeld war die Kernaussage des Berichtes durchgesickert: die Studienabbruchquoten im Magister und Diplom sind wesentlich geringer als die in den neuen Bachelorstudiengängen. Mit der ungenehmigten Veröffentlichung des Berichtes wird nun das ganze Ausmaß der Misere sichtbar: in einigen Studiengängen haben sich die Abbruchquoten verzehnfacht.

    Das Präsidium reagierte mit der Ankündigung eines „Zehnpunkteplans“, dessen Inhalte jedoch kaum ausreichen dürften, um das Problem zu beheben.

    Die Presserklärung des AStA zum Thema.

    Presseberichte:
    06.12.2007 die tageszeitung: Uni-Reform verprellt Studierende
    07.12.2007 Tagespiegel: Streit um den Bachelor der FU – hohe Abbruchquoten
    14.12.2007 Die Zeit: Freie Universität Berlin: Bachelor-Studenten: Über die Hälfte bricht ab
    14.12.2007 Neues Deutschland: Kritische Studie im Giftschrank?
    17.12.2007 telepolis.de: Bologna-Prozess vorerst gescheitert?

    Umstrittener Standort

    Ein Bericht im Deutschlandfunk Campus & Karriere am 12.12.2007 greift die Kritik des AStA FU am Secondhand-Freiheitsdenkmal auf:

    Späte Ehrung an der Freien Universität Berlin
    Von Otto Langels

    Seit Kurzem steht auf dem Campus der Freien Universität Berlin eine riesige Bronzeskulptur. Sie erinnert an Studenten, die für die Freiheit ihr Leben verloren haben. Gemeint sind damit zehn junge Männer, die Anfang der 50er Jahre in der DDR verhaftet, von sowjetischen Militärtribunalen zum Tode verurteilt und in Moskau hingerichtet wurden. Doch die späte Ehrung findet nicht nur Zustimmung.

    Zum Bericht auf dradio.de

    Fachwechsel-Treffen am 11.12.07

    Am nächsten Dienstag, 11.12.07 findet um 16 Uhr im AStA der FU (Otto von Simson Str. 23) das nächste Treffen zum Thema „Fachwechsel/Modulangebotswechsel“ statt. Wir werden dort abschließend über einen Antrag im Akademischen Senat zum Thema sprechen.

    Die Bedingungen für eine Veränderung der repressiven Regeln, die einen Fachwechsel im Bachelor kaum ermöglichen, erscheinen uns im Moment günstig: Mittlerweile ist durch Indiskretion der gesamte bisher geheim gehaltene „Studienerfolgsbericht“ der FU an die Öffentlichkeit gelangt, erste Presseartikel sind dazu bereits erschienen:

    Uni-Reform verprellt Studierende

    Der Bericht liegt auch dem AStA vor, er scheint die bisherige Kritik zu bestätigen: die Mängel der Studienreform sorgen für massiv erhöhte Studienabbruchquoten. Die Fachwechselschwierigkeit ist ein wichtiges Element dieser verfehlten Reform. Daher hoffen wir, dass sich möglichst viele Betroffene einfinden und aktiv werden wollen.