Einklagen: Rechtschutzversicherung muß zahlen!

Da nicht nur an der FU die NC´s immer höher werden, ist das sogenannte „Einklagen“ für viele Studierende oft die letzte Hoffnung beim Kampf ums Wunschstudium. Doch leider scheiterten viele von vornherein am Geld: eine Klage kostet bis zu 1300 Euro, mit eigenem Anwalt noch mehr. Um so interessanter ist ein Urteil des Oberlandesgerichtes Celle – Rechtsschutzversicherungen müssen das Einklagen bezahlen, meldete vorgestern ntv-online :

Wenn ein abgelehnter Hochschulbewerber einen Studienplatz einklagen will, muss seine Rechtsschutzversicherung die Kosten dafür übernehmen. Zwar versuchen die Versicherer oft, sich vor den Kosten zu drücken – das ist aber unzulässig. Dies teilt der Bund der Versicherten (BdV) unter Berufung auf ein Urteil des Oberlandesgerichts Celle mit. Allerdings sei die Versicherung nur verpflichtet, für zehn Verfahren pro Semester aufzukommen, entschieden die Richter (Az.: 8 U 179/06).

Dies stellt eine entscheidende Verbesserung für viele Studienbewerberinnen da – denn bisher weigern sich die meisten Versicherungen, für Studienplatzklagen aufzukommen. Gilt zu hoffen, dass auch andere Gerichte das Celler Urteil bestätigen.

Trotz der guten Neuigkeiten ist das Einklagen jedoch nicht die ultimative Wunderwaffe, für die es viele halten. Die im Bericht erwähnten „10 Klagen pro Semester“ weisen bereits darauf hin, dass eine einzelne Klage an der jeweiligen Lieblingsuni oft abgelehnt wird. Einige Studierende greifen daher zu Massenklagen , um auf jeden Fall irgendwo berücksichtigt zu werden. Für dieses Semester kommt ein solches Vorgehen jedoch wohl erst zum nächsten Jahr in Frage – denn es kann nur dort geklagt werden, wo bis zum 1.10. ein Antrag auf außerkapazitäre Zulassung gestellt wurde. Da diese „Auperkapazitätsanträge“ an FU und HU jedoch in das normale Zulassungsverfahren integriert sind, ist hier eine Klage bis zu einen Monat nach Erhalt der Ablehnung möglich.

Eine persönliche Beratung zum Einklagen erhaltet ihr bei der Hochschulberatung des AStA FU. Diese versendet auf Anfrage auch ein Merkblatt zum Thema per email – mailkontakt erhaltet ihr hier.

Weitere nützliche Informationen:

-Merkblatt des Refrat HU
-Homepage Verwaltungsbericht Berlin mit Formularen und Merkblatt
-Kurzinfo der FSI-Geschichte zum Thema
-Mitteilung des AStA FU zur Umstellung des Zulassungsverfahrens im WS 2007/2008