TU: AStA ab sofort in einem muffigen Keller

Wie uns erst vor wenigen Stunden bekannt wurde, ist der AStA der Technischen Universität Berlin aus seiner Villa gezogen. Ermöglicht wurde dies durch den abgewählten, aber noch amtierenden Rechts-AStA. Das konservative Bündnis aus dem CDU nahen RCDS und den sogenannten Unabhängigen Listen wurde zwar vor etwa 3 1/2 Monaten durch eine deutliche Mehrheit der wählenden Studierenden abgewählt. Nichts desto trotz ändert sich an der TU erstmal nichts. Der die Wahlen organisierende Wahlausschuss besteht derzeit ausschließlich aus konservativen Studierenden. Diese verhindern zusammen mit dem amtierenden AStA eine Konstituierung des neu gewählten Studierendenparlamentes.

Zur Freude der Uni tauschte der AStA TU seine Räumlichkeiten gegen einen muffigen Keller. Die linken Listen, welche die letzten Studierendenparlamentswahlen deutlich gewonnen hatten, richteten am 28.09. einen Einspruch gegen den Umzug an die Unileitung. Darin wurden unter anderem bemängelt, dass es in zu dem Keller-Loch keine Zugangsmöglichkeiten für gehbehinderte Menschen und keine ausreichenden Fluchtwege gibt. Es ist schlecht beleuchtet, schwer zu finden und miserabel belüftet. Darüber hinaus sind die Räume einfach viel zu klein sowohl für AStA-Sitzungen als auch weitestgehend für Beratungen fehlt der Platz. In den wenigen Räumen ist es unmöglich das komplette Service-Angebot des AStAs unterzubringen. Auch eine räumliche Trennung des Frauen- und Queerreferats sind unmöglich. Der Umzug begann ungeachtet der Einwände am 05. Oktober.


2 Antworten auf “TU: AStA ab sofort in einem muffigen Keller”


  1. 1 Peter 16. Oktober 2007 um 23:40 Uhr

    Ich weiß gar nicht, was der Aufriss soll. War schon mal jemand von euch in der sog. Villa? Ich finde es gut, dass es aus dem vermüllten Laden in sanierte Räumlichkeiten geht. Es stimmt schon, dass weniger Platz da sein wird, aber es braucht ja nicht jede Randgruppe einen eigenen Raum – 24h-Anwesenheit wird ja wohl nicht der Fall sein.

  2. 2 AStA FU 22. Oktober 2007 um 11:34 Uhr

    Das ist ja wohl lächerlich – der ASTA TU hatte von allen großen Berliner ASten die besten und großzügigsten Räumlichkeiten, dazu noch zentral auf dem Campus. Die Landesastenkonferenz hat nicht umsonst immer dort getagt, weil in der TU der einzige angemessene Plenumsraum war. Zudem braucht zwar nicht jede Gruppe (was sollen Randgruppen sein? meinst du die demokratisch gewählten Listen oder die Autonomen Referate?) aber mindestens jedes Referat einen eigenen Raum – das war in der alten TU-Villa einigermaßen sicher gestellt, während HU und FU weit davon entfernt sind.

    Diese Umzugsgeschichte ist ein einziger Skandal, kein AStA hätte sich sowas bieten lassen und die Uni lacht sich ins fäustchen, dass die Studis so doof sind, sich derart einzigartige Räume wegnehmen zu lassen…

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