AStA-TU-Druckerei abtransportiert – Käufer unklar – Gewalt gegen Studenten

Folgende Pressemitteilung wurde vom RefRat HU am heutigen Dienstag herausgegeben:

Nach ihrem umstrittenen Verkauf und einem zwischenzeitlich vom Käufer, ReproBerlin GmbH, zugesichertem Rücktritt vom Kaufvertrag, wurde die Asta-Druckerei der TU gestern morgen ohne Ankündigung abgebaut und abtransportiert. ReproBerlin erklärte am Telefon nicht für den Abbau der Druckerei verantwortlich zu sein und gab an selbst von deren plötzlichen verschwinden irritiert zu sein. Ein Vorort anwesender Student ist sich jedoch sicher beim Abransport einen Mann als Mitarbeiter von ReproBerlin wiedererkannt zu haben. Der ReferentInnenRat kann bisher nicht abschließend beurteilen, in wie weit ReproBerlin in den Abbau der Druckerei involviert ist. Es stellt sich die Frage wer, wenn nicht der Käufer, für den Abtransport verantwortlich sein soll.

Vor 20 Tagen konnten die Studierenden der TU den Abtransport der Druckerei noch durch die engagierte Blockade des Eingangs verhindern; gestern waren sie leider zu spät. Als gegen 13 Uhr ein TU-Student in Begleitung eines Journalisten an der AStA-Villa eintrafen um sich einen Überblick über die Lage zu verschaffen, wurden sie von einem Mann, der sich später gegenüber der Polizei als Vertreter des Käufers ausgab, ohne Begründung mit Gewalt hinausgeworfen. Dabei wurde dem Journalisten sein Mobiltelefon entwendet, mit dem dieser die Polizei informieren wollte. Die AStA-Villa ist ein öffentliches Gebäude, insbesondere Studierenden kann der Zutritt nicht einfach verwehrt werden.

Der bereits abgewählte RCDS-AStA schafft so noch nach der Wahl Fakten, indem er studentische Infrastruktur nachhaltig zerstört. Dass die Studierenden der TU mit seinem Verhalten nicht einverstanden sind, zeigt der große Wahlsieg der Listen des breiten linken Bündnis (BreiLiBü). Diese erhielten bei verhältnismäßig hoher Wahlbeteiligung fast zwei Drittel der Sitze. Doch dem noch amtierenden rechten AStA, der eine erste Sitzung des Studierende Parlamentes und damit eine Abwahl vor Beginn der Semesterferien durch Verzögerungstaktiken verhinderte, scheint der offenkundige Wille der Studierenden egal zu sein. Undemokratisches Verhalten zeigte er auch schon durch das Aufstellen mehrerer Tarnlisten, die mit Namen, wie „BreiLiBü-das Bündnis“ u.a., bewusst Verwechslungen provozierten.

„Das Handeln des RCDS ist kriminell und hat mit Demokratie nichts mehr zu tun.“ erklärte Lena Müller, Referentin für Hochschulpolitik der HU. „Dass in diesem Kontext auch Gewalt gegen Studierende angewendet wird, erschreckt mich zwar, wundert mich aber nicht mehr.“

Auf seiner Homepage fahndet das BreiLiBü nun nach der Druckerei, deren Verbleib unbekannt ist. Ebenfalls verschwunden bleibt bisher das Telefon des Journalisten.


2 Antworten auf “AStA-TU-Druckerei abtransportiert – Käufer unklar – Gewalt gegen Studenten”


  1. 1 AStA-TU-Druckerei nun doch abtransportiert - und verschwunden « FUwatch Pingback am 31. Juli 2007 um 14:47 Uhr
  2. 2 AStA TU Druckerei abgebaut | Fachschaftsini Geschichte FU Pingback am 01. August 2007 um 0:47 Uhr
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