Sicher durch die Zwangsberatung

Seit heute gibt es im Internet den neuen Leitfaden „Sicher durch die Zwangsberatung“, zusammengestellt von der Hochschulberatung des AStA FU.

Erstmals existiert damit ein unabhängiger und studentischer Ratgeber zum Umgang mit dem Repressionsinstrument „Prüfungsberatung“. Diese wurde im Jahre 2001 gegen studentischen Widerstand an der FU eingeführt und dient seitdem dazu Langzeitstudierende mit Zwangsberatungen, Auflagen und letztlich Zwangsexmatrikulation aus der Uni zu vertreiben.

Aus der Presseerklärung des AStA FU und AStA TU Berlin zur Einführung der Zwangsexmatrikulation vom 02. August 2001:

Das Präsidium der FU will ‚Maßnahmen zur Verkürzung der Studienzeiten‘ einleiten. Dazu zählt die FU den Ausschluss derjenigen, die ihr Studium nicht rasch genug absolvieren. Dies spart zwar objektiv keine Kosten ein, verbessert aber die Position der FU im bundesweiten Uni-Ranking durch vermeintlich kürzere Studienzeiten. In Wirklichkeit werden jedoch nur diejenigen, die etwas länger brauchen, zum Abbruch ihres Studiums gezwungen.

Der Leitfaden gibt einen Überblick über die Rechtsgrundlagen und die Praxis des Beratungsverfahrens und enthält viele Hinweise, etwa wie illegale oder zu umfangreiche Auflagen vermieden werden können. Ziel ist es, die Studierenden über ihre Rechte zu informieren und vor Willkür seitens der Beratenden und der Universitätsverwaltung zu schützen.

Eine persönliche Beratung zum Thema Zwangsberatung und Zwangsexmatrikulation bietet die Hochschulberatung des AStA FU selbstverständlich weiterhin an.

Link zum Leitfaden: „Sicher durch die Zwangsberatung