Archiv für Februar 2007

Der Präsident wird Präsident

Professor Dr. Dieter Lenzen wurde letzte Woche vom Erweiterten Akademischen Senat zum Präsidenten der Freien Universität Berlin wiedergewählt. Damit wird der alte Präsident zum neuen Präsidenten. Schon im Vorfeld gab es entsprechende Zeitungsberichte, aus denen ersichtlich wurde, dass eigentlich alles beim Alten bleibt. Der Tagespiegel berichtete:

Und sonst? Im Akademischen Senat der Uni herrscht meist eine harmonische Stimmung.

Auf dem Fachschaftsini Geschichte Blog gibt es einen Bericht des studentischen Vertreters der Liste Fachschaftsinitiativen / Offene Liste aus dem Erweiterten Akademischen Senat:

Als Fazit bleibt: Die Posten sind abgesprochen, der Kurs auf die unternehmerfreundliche Dienstleistungshochschule ist gesetzt, studentische Nachfragen sind unerwünscht, vor allem, wenn sie das Image der FU beeinträchtigen könnten.

Zum Bericht „Lenzen wiedergewählt – Diskussion unerwünscht“.
Dazu auch – in der AStA FU Presseschau – ein Artikel in der tageszeitung vom 21.02.2007

Nach dem Krieg – Musik aus Deutschland und Israel von 1946 – 1950

Der AStA der FU Berlin und das Junge Orchester laden herzlich zu unseren Konzerten ein:

So. 18. Februar 2007, 20 Uhr Kammermusiksaal der Philharmonie

Sa. 17. Februar 2007, 20 Uhr Gethsemanekirche
Benefizkonzert veranstaltet durch die Evangelische Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord

Ernst Pepping:
3. Symphonie Die Tageszeiten (1944/48)

Oedoen Partos: Yizkor (In Memoriam) für Viola und Streichorchester (1947)

Richard Strauss: Vier letzte Lieder für Sopran und Orchester (1948)

Paul Ben Haim: Ma Tovu, erster Satz aus der Liturgischen Kantate (1950)

Nach dem Krieg
Musik aus Deutschland und Israel von 1946 – 1950

Das Programm des Konzertes des Jungen Orchesters der FU Berlin im Kammermusiksaal der Philharmonie am 18. Februar 2007 unter Leitung von Uri Rom und in Zusammenarbeit mit der Chorwerkstatt (Ltg. Thomas Richter) widmet sich einer schwierigen Zeit in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts. Die Grauen des Kriegs waren gerade vorbei und noch sehr präsent in den Köpfen. Wie Künstler mit diesen kollektiven und persönlichen Erfahrungen nach dem Krieg weitergearbeitet oder sie gar verarbeitet haben, will dieser Abend zeigen. Der Fokus liegt hierbei auf Kompositionen aus Deutschland und Israel. Diese beiden Länder stehen sich auf verschiedenen Seiten gegenüber angesichts der größten Katastrophe, des größten Unheils, das sich Menschen je angetan haben, sie stehen aber auch für einen Neuanfang, für Versöhnung und gegenseitige Wertschätzung christlicher und jüdischer Traditionen.

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Proteste für Freie Bildung

In den nächsten Tagen wird es einige Protest-Veranstaltungen in Berlin und an der FU geben hier ein kleiner Überblick:

Montag 12.02. – 13Uhr, Rotes Café
Proteste gegen das CHE Symposium >Infos<

ab Dienstag 13.02 – Drosselweg 1-3
Protestwoche gegen den Ethno-Zwangsumzug>Infos< | >Weitere Infos<

Dienstag 13.02 – 15 Uhr, Dahlem Dorf
Anti Studiengebühren Protest-Aktion>Infos<

Donnerstag 15.02 – 19 Uhr, Offene Uni
Treffen des Berliner Bündnis für Freie Bildung – gegen Studiengebühren>Infos<

LAK Berlin rügt „Rundschreiben“ des AStA TU

Die Landes-ASten-Konferenz (LAK) rügt in einer Pressemitteilung vom 06.02 die Veruntreuung studentischer Gelder durch eine Post-Verschickung von Wahlwerbung durch den rechtskonservativen AStA TU Berlin:

Die Landeskonferenz der Berliner Studierendenausschüsse sieht sich veranlasst den AStA der Technischen Universität für ein so genanntes Informationsrundschreiben zu rügen. In dem der LAK vorliegenden Schreiben betreibt der AStA weniger Information der Studierenden, als viel mehr Denunziation der Tätigkeit der vorangegangen Asten und Eigenwerbung für die den ASTA tragenden Listen „Ring Christlich Demokratischer Studierenden“ (RCDS) und „Unabhänge Listen“.

Die LAK sieht in dem Schreiben, das über weite Strecken aus Tatsachenverdrehungen und aus dem Zusammenhang gerissenen Behauptungen besteht, zumindest den Tatbestand der üblen Nachrede gegeben. Der CDU-nahe RCDS und die „Unabhängigen Listen“ verletzen damit sämtliche Standards der politischen Auseinandersetzung. Darüber hinaus missbrauchen RCDS und „Unabhängige Listen“ ihre Tätigkeit im ASTA der TU zu Eigenwerbungszwecken. Dies ist bisher einmalig in der Geschichte der Berliner ASten und absolut inakzeptabel, zumal der Verfassten Studierendenschaft der TU mit der Verschickung Kosten von mehreren Tausend Euro entstehen dürften.

Die LAK fordert den ASTA der Technischen Universität auf, Eigenwerbung für RCDS und „Unabhängige Listen“ auf Kosten der Verfassten Studierendenschaft der TU in Zukunft zu unterlassen. Ferner erwartet die LAK, dass der ASTA der TU seine verdrehten und vollkommen aus dem Zusammenhang gerissenen Behauptungen die Arbeit der früheren Asten betreffend richtig stellt.

Veranstaltung mit FU-Präsident Lenzen scheitert an Studierendenprotesten

Dieter Lenzen, Präsident der Freien Universität Berlin, sollte am 5.2.2007 auf Einladung der Heinrich-Böll Stiftung seine für die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V erstellte Studie „Bildung neu denken!“ über „Eckpunkte einer grundlegenden Reform des Bildungswesens“ in der Urania Berlin e.V. vorstellen.

Ca. 25 Studierende der FU statteten der Veranstaltung einen Besuch ab, diskutierten mit den Anwesenden und verhinderten damit den Auftritt des neoliberalen Universitätspräsidenten, der seine Teilnahme als einziger Referent des Abends kurzerhand absagte. Für die Studierenden der FU ist das Fluchtverhalten Lenzens vor einer kritischen Auseinandersetzung mit den Meinungen der von seinen „Reformen“ Betroffenen keine Neuigkeit. Vor kurzem sagte Lenzen ebenfalls Podiumsdiskussionen mit Studierenden und dem Elitenforscher Michael Hartmann ab. Dieses undemokratische Verhalten ergänzt sich hervorragend mit Lenzens Form der Universitätsleitung, bei der „schlanke Managementstrukturen“ zunehmend die bescheidenen Errungenschaften universitärer Mitbestimmung ersetzen. Es hängt auch eng zusammen mit Lenzens elitärem und marktfixiertem bildungspolitischen Programm: In seiner Studie fordert Lenzen unter anderem „die Umgestaltung von Hochschulen und Universitäten zu Bildungsunternehmen“, die „Gründung von Campusfirmen und Weiterbildungsunternehmen“ sowie eine „kontinuierliche Leistungsdiagnostik“. Zudem erteilt er eine Absage an „leistungsunabhängige Gleichheit“. Vielmehr zielen seine „Reformen“ auf eine Ausweitung von Kontrollmaßnahmen und sozialem Ausschluss ab.

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