Sommerpause für alle!

In Berlin beginnt die vorlesungsfreie Zeit, auch „Semesterferien“ genannt. Vom 24.07.2006-13.10.2006 finden an der FU Berlin keine Vorlesungen statt. Auch die protestierenden hessischen Studierenden gehen in die Sommerpause.

Danach soll es weitergehen – noch vor der nächsten Lesung des Gesetzentwurfes im Landtag.
Auf den Widerstands-Sommer soll ein Widerstands-Herbst folgen: Spätestens Mitte September, wenn das Gesetz zu Studiengebühren nach der parlamentarischen Sommerpause erneut im Landtag diskutiert wird, wollen die Studenten wieder in Massen auf die Straße gehen.

Für die Berliner Studierenden und Studienanfänger/innen wird das Thema Studiengebühren im Herbst ebenfalls akut. Aus der Grundsatzerklärung des Berliner Bündnisses für Freie Bildung – Gegen Studiengebühren:

Spätestens nach der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus im September 2006 wird das Thema “Studiengebühren” auf der politischen Tagesordnung stehen. Nachdem das Bundesverfassungsgericht im Januar 2005 das bundesweite Verbot von allgemeinen Studiengebühren gekippt hat, ist die Einführung von Studiengebühren nun Ländersache. Inzwischen ist die Einführung von Studiengebühren in einigen Bundesländern bereits beschlossen. So drohen beispielsweise Studierenden in Hessen Gebühren in Höhe von bis zu 1500 Euro pro Semester. Angesichts der desolaten Haushaltslage in Berlin scheinen 140.000 potentielle GebührenzahlerInnen verlockend.

Studiengebühren sind jedoch keine Lösung, sie sind sozial ungerecht und verschärfen die ohnehin starke Ungerechtigkeit im Bildungssystem. Im Wintersemester wird es daher vielfältige Informationsveranstaltungen und Aktionen geben, wir halten euch dazu auf dem Laufenden!