„Wer wird Elite?“ Veranstaltung mit Prof. Hartmann

Di, 18.07. | 18.00 Uhr
Silberlaube, Hörsaal 1a

Bologna, Exzellenzinitiative und Studiengebühren – die „Neustrukturierung“ des deutschen Hochschulsystems schreitet mit großen Schritten voran. Begleitet von Forderungen nach Wettbewerbsfähigkeit des „Wissenschaftsstandortes Deutschland“ einerseits und nach einem einheitlichen europäischen Hochschulraum andererseits scheinen diese Umstrukturierungen klar auf ein gemeinsames Ziel hinzuführen: Die Schaffung eines großen Bildungsmarktes, auf dem die verschiedenen Hochschulen deutschland-, europa- und weltweit miteinander konkurrieren. Welche sozialen Folgeerscheinungen haben diese Reformen im Hinblick auf die herkunftsunabhängige Chancengleichheit in unserem – nach Pisa – ohnehin stark sozial selektierenden Bildungssystem? Inwiefern ist ein solches System überhaupt in der Lage dem eigenen Anspruch nach Ausbildung einer durch Leistungskriterien legitimierten Elite gerecht zu werden? Diese und weitere Fragen wollen wir an diesem Abend gemeinsam mit Euch und Michael Hartmann diskutieren.

Prof. Dr. Michael Hartmann, Soziologe und Elitenforscher an der TU Darmstadt, analysiert herkunftsbedingte Ungleichheiten im deutschen Bildungssystem und dekonstruiert anhand eigener empirischer Studien den Mythos der Leistung als vorrangiges Kriterium zur Besetzung von Spitzenpositionen in der Gesellschaft.

Die Veranstaltung wird vom Politikwissenschaftlichen Seminar „Elitenrekrutierung im deutschen Hochschulsystem“ am Otto Suhr Institut, in Zusammenarbeit mit dem AStA FU Organisiert.