Noch keine Studiengebühren in Berlin!

Das Online-Magazin Telepolis berichtet am 25.06.2006 über die Proteste gegen Studiengebühren und neue Protestformen der Studierenden.

Da taucht in den Medien plötzlich eine neue Protestgeneration auf, die es nicht mehr allen Recht machen wollte. Sie setzte auf Blockaden und Besetzungen statt auf symbolische Spaßaktionen.

Dabei wird auch das neue Bündnis für freie Bildung – gegen Studiengebühren erwähnt. Wie schon mehrfach berichtet plant dieses Bündnis eine breite Kampagne gegen Studiengebühren in Berlin:

Der Hochschulreferent des AStA der FU Berlin, Björn Kietzman, machte gegenüber Telepolis deutlich, dass man nicht nur Frankreich als Beispiel für erfolgreiche Proteste anzuführen braucht: „Es ist ein Erfolg der Studierendenproteste der letzten Jahre, dass es in Berlin bisher keine Studiengebühren gibt.“ Vor allem im Jahre 2003 habe sich die PDS erst dann mehrheitlich gegen das von Berlins Kultursenator Flierl favorisierte Studienkontenmodell entschieden, nachdem protestierende Kommilitonen die Büros der Partei besetzten. Daraufhin hat auch nicht die SPD nicht mehr auf Studienkonten bestanden und das Thema war erst einmal vom Tisch, so Kietzmann. Er gehört zu einem der theoretischen Köpfen der neuen Zornigen, sieht aber zumindest in Berlin keine Differenzen im Hinblick auf die Aktionsformen: „Für uns sind Lucky Streik und französische Verhältnisse kein Widerspruch. Daher schließen wir niemand aus“, fasst Kietzmann den Diskussionstand im Berliner Bündnis zusammen.